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Sportbuzzer Ein Weltklasse-Duo für die Tennistalente
Sportbuzzer Ein Weltklasse-Duo für die Tennistalente
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20:19 11.05.2015
Von Carsten Schmidt
Peter Pfannkoch, Patty Schnyder und Nicolas Kiefer (v. l.) betreuen die Tennistalente in Hannover. Quelle: Joachim Sielski
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Hannover

Hannover wuchert mit einem besonderen Pfund - dem Trainerteam. Neu bestellter Chefcoach ist der langjährige Junioren-Bundestrainer Peter Pfannkoch. Und im Trainerteam, das dem 53-Jährigen zur Seite steht, befinden sich zwei frühere Profis, die es unter die besten zehn der Weltrangliste geschafft haben. Nicolas Kiefer (37), seit Jahren in Hannover lebend, und die Schweizerin Patty Schnyder (36) helfen bei der Ausbildung der Talente mit.

Dabei legen der DTB und der Niedersächsische Tennisverband Wert auf ein duales Modell, das Schulausbildung und Training verbindet. „Hannover bietet mit dem Olympiastützpunkt am Maschsee und den nahe gelegenen Partnerschulen eine ideale Infrastruktur“, sagte DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard. Und Kiefer verwies auf eigene gute Erfahrungen mit dem dualen Modell. Er hat erst das Abitur bestanden und sich dann auf die Profikarriere konzentriert.

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Der Hannoveraner, der in seiner Heimatstadt mit dem Erreichen des ATP-WM-Halbfinales 1999 einen der größten sportlichen Erfolge feierte, hat dem Nachwuchs aber noch mehr zu raten. „Man muss auf vieles verzichten und Disziplin haben“, sagte er.

Diese Eigenschaften sind für die „internationale Orientierung“ nötig, die Cheftrainer Pfannkoch an der Bonner Straße anvisiert. „Wir haben schon das Ziel, dass unsere Talente bei Nachwuchs-Grand-Slam-Turnieren wie demnächst in Paris starten“, sagte er.

„Den Jugendlichen wird mehr Zeit gelassen“

Frau Schnyder, was hat Sie bewogen, aus der Schweiz nach Hannover zu kommen?

Die Ruhe. In der Schweiz gab es zu viel Öffentlichkeit, das ist hier anders. Ich kann in Isernhagen ungestört mit meinem Partner und meiner sechs Monate alten Tochter leben.

Sie kennen Hannover auch aus Ihrer aktiven Zeit.

Ich habe 1998 im Congress Centrum das WTA-Turnier gewonnen, eine schöne Erinnerung.

Haben Sie damals schon einen Stadtbummel machen können?

Leider nein. Während des Turniers ist man kaum aus der Eilenriedehalle herausgekommen.

Wie schätzen Sie die heutigen Talente ein im Vergleich zu Ihrer Generation?

Es hat sich viel geändert bei der Körpergröße und in puncto Athletik. Und den Jugendlichen wird mehr Zeit auf dem Weg ins Profitennis gelassen. Das ist eine gute Entwicklung.

Wie gefällt Ihnen der Trainerjob?

Ich muss noch lernen, und jede Spielerin ist verschieden, es gibt kein Patentrezept. Aber die Mädchen nehmen mich und meine Tipps an. Es macht Spaß.

2015 sind Sie zehn Wochen im Einsatz an am Bundesstützpunkt. Ist das noch ausbaufähig?

Ja. 2016 werde ich 20 Wochen mit den Sportlerinnen arbeiten.