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Sportbuzzer Eine Stadt im Fußball-Fieber
Sportbuzzer Eine Stadt im Fußball-Fieber
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12:33 10.08.2013
Von Jörg Grußendorf
Pünktlich zum Bundesliga-Comeback wirbt die Stadt Braunschweig in 14 Bundesliga-Städten – wie hier in Berlin – auf rund 250 Großplakaten mit der Rückkehr der Eintracht. Quelle: dpa
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Braunschweig/Hannover

„Das lässt sich mit Worten nicht beschreiben. Alles, was ich jetzt sage, wird dem nicht gerecht, was am Sonnabend emotional los ist“, sagte Eintrachts Aufstiegstrainer Torsten Lieberknecht. Fast drei Jahrzehnte der Entbehrung sind vorbei – von heute an mischen die „Blau-Gelben“ wieder mit im Fußballkonzert der Großen. Und Auftaktgegner Werder Bremen (Spielbeginn: 18.30 Uhr) soll die Euphorie gleich zu spüren bekommen.

Auch die Begleitumstände können die schier wahnsinnige Stimmung nicht im Geringsten bremsen. Braunschweig geht als krasser Außenseiter und mit der Hypothek des Pokal-Ausscheidens beim Zweitligisten Arminia Bielefeld in seine 21. Bundesliga-Saison, hat in der Vorbereitung mit 0:4 gegen Athletic Bilbao und mit 0:3 gegen West Ham United kläglich verloren. Na, und?! Die Eintracht und ihre Fans ticken anders. „Die fantastische Stimmung in Bielefeld ist ein Kindergarten gegen das, was in Braunschweig los sein wird beim ersten Bundesligaspiel nach 28 Jahren“, prophezeite Lieberknecht.

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Der Coach gibt sich überaus optimistisch vor dem Erstliga-Comeback seines Klubs. „Es gibt viele Dinge, die in die richtige Richtung laufen“, sagte Lieberknecht. Dazu ist Torjäger Domi Kumbela deutlich früher als ursprünglich angenommen nach seinem Sehnenabriss im Oberschenkel zurückgekehrt. Der Trainer hatte eigentlich erst im Oktober wieder mit dem Angreifer gerechnet: „Wir werden ihn Stück für Stück aufbauen.“

Eine viel diskutierte Personalie ließ Lieberknecht gestern noch offen: ob er mit Damian Davari oder Marjan Petkovic als Nummer 1 in die Saison geht. „Wir werden auch hier eine außergewöhnliche Lösung präsentieren“, kündigte er gestern geheimnisvoll an. Viele Fans trauen allerdings beiden die 1. Liga nicht zu.

Die Tageskarten für das Auftaktspiel gegen Bremen waren wenig überraschend binnen Minuten vergriffen. Dauerkarteninteressenten, die bisher kein Abo hatten, waren so gut wie chancenlos: Bei 15 000 Dauertickets war schon wieder Schluss gewesen. Das Eintracht-Stadion wird zwar gerade umgebaut, doch am Fassungsvermögen hat sich nur wenig geändert – nur 23 325 Zuschauer finden Platz. Die Arena ist damit die kleinste der Bundesliga. Die Stimmung wird dennoch außergewöhnlich sein. (mit: dpa)

10.08.2013
09.08.2013
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