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Sportbuzzer Eine unerfreuliche Premiere
Sportbuzzer Eine unerfreuliche Premiere
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09:58 20.11.2009
Von Björn Franz
Drei Punkte bitte: Trainer Hans Zach hofft heute in Straubing auf einen Auswärtssieg seiner Mannschaft. Quelle: zu Nieden
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Und das will bei dem 60-Jährigen, der bereits seit 22 Jahren als Trainer im deutschen Eishockey arbeitet, schon etwas heißen. Doch nun hat es ihn also erwischt. Als sich der Erstligist gestern Mittag nach dem Training auf den Weg zum heutigen Spiel bei den Straubing Tigers (19.30 Uhr) machte, da fuhr im Bus das unschöne und für Zach völlig ungewohnte Gefühl mit, alle Kontrahenten vor sich zu haben.

Nun gehört der Scorpions-Trainer nicht zu den Menschen, die auf solch eine Situation mit extremen Handlungen oder Aussagen reagieren. Doch an Klarheit ließ seien Analyse schon am Sonntag unmittelbar nach der 3:7-Niederlage in Frankfurt, mit der seine Mannschaft aus der Länderspielpause gestartet ist, nichts zu wünschen übrig. „Wenn wir so weiterspielen, gehören wir genau da hin, wo wir jetzt stehen – auf dem letzten Platz“, sagte Zach. Damit das nicht so kommt, führten der Coach und Geschäftsführer Marco Stichnoth viele Einzelgespräche. „Wir haben noch einmal alles angesprochen. Aber das Hauptproblem ist, dass wir von Anfang an unten standen“, meint Zach. „Deshalb haben wir nicht geduldig und ausgeglichen genug gespielt – und wegen der vielen Ausfälle waren wir auch nicht mehr homogen genug.“
Im Training habe seine Mannschaft, in der neben Garrett Festerling (Leistenoperation) auch Peter Baumgartner und Marvin Krüger (zum REV Bremerhaven) fehlen, „voll konzentriert und bereit“ gewirkt. Und genau das muss sie heute gegen die Straubinger, die sich durch 16 Punkte aus den vergangenen sechs Spielen bis auf den 8. Platz vorgearbeitet haben, sowie am Sonntag (14.30 Uhr) im Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt auch sein.

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Dass inzwischen jeder Spieler erkannt hat, was die Stunde geschlagen hat, davon ist zumindest Patrick Köppchen überzeugt. „Die Stimmung im Bus ist schon etwas angespannter als sonst“, verriet der Verteidiger. „Wir haben uns die Situation noch einmal klar vor Augen geführt und müssen jetzt sehen, dass wir uns durch harte Arbeit schleunigst das nötige Selbstvertrauen zurückholen, um da unten rauszukommen.“ Hoffnung zieht der 29-Jährige unter anderem aus der Tatsache, dass die Straubinger als Tabellenachter gerade einmal fünf Punkte entfernt sind – bei einem mehr ausgetragenen Spiel. „Der Abstand ist nicht groß“, sagt er. „Aber wenn wir das noch vier Spiele lang sagen, dann ist er irgendwann doch groß.“