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Sportbuzzer Enttäuschte deutsche Cracks kämpfen um WM-Bronze
Sportbuzzer Enttäuschte deutsche Cracks kämpfen um WM-Bronze
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11:30 23.05.2010
Gut gespielt, aber knapp verloren: Das deutsche Eishockey-Nationalteam nach der 1:2-Niederlage gegen Russland. Quelle: dpa
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Gegen den achtmaligen Weltmeister Schweden greift das Nationalteam von Bundestrainer Uwe Krupp in Köln nach der ersten WM-Medaille seit 57 Jahren. „Das ist der Traum von jedem von uns. Da müssen wir uns noch einmal zusammenreißen“, sagte Stürmer Kai Hospelt nach dem überragenden, aber nicht gekrönten Match gegen den großen Titel-Favoriten Russland, der nun gegen Tschechien (20.30 Uhr) den 26. WM-Titel perfekt machen will.

Nach dem kräftezehrenden Spiel der Deutschen, die gegen die russische Star-Truppe trotz der Niederlage ihre beste WM-Leistung zeigten, wartet mit den Schweden allerdings noch einmal ein scheinbar übermächtiger Gegner. „Der Tank wird nicht voll sein. Da müssen wir uns warm anziehen“, so Krupp. Zudem droht der Ausfall von Verteidiger Korbinian Holzer, der nach einem Bandencheck im ersten Drittel mit Verdacht auf eine leichte Gehirnerschütterung in die Kabine gebracht werden musste. „Bei so einem Check gegen den Kopf tendiere ich immer dazu, konservativ mit dem Spieler umzugehen. Aber ich bin nicht der Arzt“, sagte Krupp.

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Holzers Gegenspieler Nikolai Kumelin kassierte für das Foul eine Spieldauer-Disziplinarstrafe und ist im Endspiel gesperrt. Während der ebenfalls ausgesprochenen Fünf-Minuten-Strafe fiel die 1:0- Führung durch Kapitän und Nordamerika-Profi Marcel Goc (16. Minute), die die Russen nur mit viel Mühe noch in einen Sieg wandeln konnten. Superstar Jewgeni Malkin vom Stanley-Cup-Sieger Pittsburgh Penguins überwand den besten Deutschen, Torhüter Rob Zepp von den Eisbären Berlin, mit einem Gewaltschuss (32.). Gegen Schweden dürfte trotz Zepps Glanzleistung jedoch wieder der bei der WM bislang ebenso überragende Dennis Endras aus Augsburg im Tor stehen.

Erst 70 Sekunden vor dem Ende fiel der Siegtreffer durch Pawel Dazjuk von den Detroit Red Wings nach einem Fehler von Philip Gogulla, der noch beim 1:0 im Viertelfinale am Donnerstag gegen die Schweiz in Mannheim mit seinem Siegtreffer der gefeierte Mann war. „Niemand macht ihm einen Vorwurf. Gegen die Schweiz hat er uns doch erst die Chance auf eine Medaille eröffnet“, sagte der starke Abwehrspieler Robert Dietrich.

Obwohl Gastgeber Deutschland den großen Favoriten am Rande einer Niederlage hatte, waren die deutschen Spieler tief enttäuscht über das Verpassen des ersten WM-Endspiels seit 80 Jahren. „Was wir hier bei dieser WM erreicht haben, werden wir erst in ein paar Wochen realisieren. Jetzt sind wir nur enttäuscht“, sagte NHL-Profi Christian Ehrhoff von den Vancouver Canucks.

Auch Russlands Coach Wjatscheslaw Bykow zollte dem DEB-Team, das erneut über sich hinauswuchs, Respekt. „Das war wirklich Werbung für das Eishockey. Die Deutschen haben mit großem Herzen gespielt.“

dpa

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