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Sportbuzzer „Esperanto“ sollen alle verstehen können
Sportbuzzer „Esperanto“ sollen alle verstehen können
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19:34 19.12.2013
Von Stefan Knopf
Das „Feuerwerk der Turnkunst“ kommt unter dem Motto „Esperanto“ für drei Vorstellungen nach Hannover. Quelle: NTB
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Hannover

Die Frage kennen Sie sicher: Und? Was machen Sie Silvester? Für viele Hannoveraner gibt es längst eine liebgewonnene Tradition, die zum letzten Tag des Jahres gehört wie Sir Toby und Mister Pommeroy: Bevor am Abend gefeiert wird, geht es am Nachmittag zunächst zum „Feuerwerk der Turnkunst“. Zum 27. Mal ist Europas größte Turnshow von Ende Dezember bis Ende Januar unterwegs, dieses Mal unter dem Motto „Esperanto“.

So wie die Kunstsprache die Menschen der Welt verbinden soll, verstehen die Veranstalter vom Niedersächsischen Turner-Bund (NTB) auch ihr diesjähriges Programm: Die Sprache der Welt ist die Körpersprache - und das möchten die 90 internationalen Turner, Artisten und Akrobaten den Zuschauern quer durch die Republik nahebringen.

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Die kanadische Artistengruppe „Recircle Collective“ beispielsweise will die Zuschauer mit ihrem mehrdimensionalen Rhönrad verblüffen, ebenfalls aus Kanada kommt das Duo „Hand 2 Stand“, das beweist, dass auch ein Handstand mitreißend sein kann. Die russische Weltklasseturnerin Anna Pawlowa ist auf dem Schwebebalken und mit einer Vorstellung am Boden dabei, und Luftakrobat Rui Ling, der mehrere Jahre im Cirque du Soleil aufgetreten ist, zeigt atemberaubende Übungen an den Strapaten.

Auf ihre ganz eigene Weise interpretieren Michelle Dziony und Christian Groth das Thema „Esperanto“. Als „FateFusion“ bilden sie das erste Rollstuhl-Akrobatik-Duo Deutschlands und haben bereits bei der RTL-Sendung „Supertalent“ das Publikum begeistert. „Christian ist nicht anders als wir, nur weil er im Rollstuhl sitzt. Das ist genau das, was Esperanto ausdrückt: dass alle gleichwertig sind und genau so viel können, wie andere“, sagt Dziony.

In Hannover gibt es drei „Feuerwerk“-Vorstellungen in der TUI-Arena: Silvester und zweimal am 5. Januar. Mehr als 30 Termine zwischen Dortmund, München, Leipzig und Kiel stehen auf dem Tourneeplan, insgesamt werden rund 200 000 Zuschauer erwartet. Die Klasse des „Feuerwerks“ hat sich längst herumgesprochen. Auf Deutsch.

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