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Sportbuzzer Fluch vom Königssee: Zöggeler stoppt Loch und Co.
Sportbuzzer Fluch vom Königssee: Zöggeler stoppt Loch und Co.
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14:43 06.01.2011
Ausgerechnet auf ihrer Heimbahn am Königssee haben die deutschen Rodel-Männer um Felix Loch das Siegen verlernt. Quelle: dpa
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Den nicht enden wollenden „Fluch vom Königssee“ quittierte Rodel-Olympiasieger Felix Loch erst mit heftigem Kopfschütteln, dann stapfte der Lokalmatador frustriert von dannen. Ausgerechnet auf ihrer Heimbahn am Königssee haben die deutschen Rodel-Männer das Siegen verlernt und warten nun schon seit neun langen Jahren auf einen Erfolg. Beim überlegenen Sieg des Italieners Armin Zöggeler verfehlten die deutschen Männer am Donnerstag erstmals im WM-Winter die Podestplätze.

Dem Beispiel von Natalie Geisenberger und Tobias Wendl/Tobias Arlt, die am Vortag mit ihren Siegen Selbstvertrauen für die WM in dreieinhalb Wochen getankt hatten, konnten Loch & Co. nicht folgen. Immerhin gab es zum Abschluss am Donnerstag doch noch Grund zum Jubel: Geisenberger, Wendl/Arlt und Jan Eichhorn holten den Sieg in der Team-Staffel vor Österreich und Italien.

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Schon nach dem ersten Lauf war Loch, der neun Jahre nach dem letzten deutschen Sieg am Königssee durch Georg Hackl auf seinen ersten Heimerfolg gehofft hatte, restlos bedient. Die Zauberfahrt des italienischen Routiniers Zöggeler quittierte der junge Berchtesgadener mit langem Kopfschütteln. „Das ist bewundernswert. Vielleicht sind das ja die Jahre, die er mir voraus hat“, sagte Loch, der sich mit Platz fünf begnügen musste.

David Möller verfehlte als Vierter ebenfalls die Podestränge, war aber mit seiner Vorstellung zufrieden. „Ich habe das Bestmögliche aus meinem Schlitten herausgeholt“, sagte der Olympia-Zweite. In einer eigenen Liga fuhr erneut der 37 Jahre alte Zöggeler, der mit seinem vierten Sieg in Serie dem angestrebten zehnten Weltcup-Gesamtsieg ein großes Stück näher kam. „Er kann es halt. Er ist der beste Fahrer“, erkannte Bundestrainer Norbert Loch.

„Lieber jetzt als bei der WM!“

Einen Dämpfer gab es auch für Olympiasiegerin Tatjana Hüfner, die erstmals im WM-Winter ihrer Teamkollegin Geisenberger den Vortritt lassen musste. Am Mittwochabend feierten aber beide gemeinsam hoch über dem Königssee im Alpengasthof „Windbeutelbaron“ mit Orangenpunsch und Schweinsbraten. „Die Bessere hat gewonnen. Ich bin nicht gut gefahren“, erkannte Hüfner, die weiter überlegen die Weltcup-Gesamtwertung anführt. „Lieber jetzt als bei der WM!“

Rundum gelungen war dagegen der Heim-Weltcup für Geisenberger, die auf ihrer Heimbahn ihren ersten Saisonsieg holen konnte. „Das ist ein Traumstart ins neue Jahr“, jubelte die Olympia-Dritte. „Ich bin glücklich, dass ich zeigen konnte, dass ich es noch kann.“ Vor allem dank ihrer glänzenden Startzeiten war die junge Miesbacherin nicht zu schlagen. „Natalie war ein bisschen im Tief, doch mit dem Sieg hat sie sich wieder herausgearbeitet“, sagte Bundestrainer Loch.

„Das ist das Schönste, auf der Heimbahn zu gewinnen“, sagte Arlt nach dem dritten Saisonerfolg des „Bayern-Express“. Das junge Doppelsitzer-Duo baute damit auch seine knappe Führung im Gesamt-Weltcup aus - und schlüpft nun für die WM immer mehr in die Favoritenrolle. Druck? Kein Thema! „Das beflügelt doch nur“, sagte Hintermann Arlt. „Sie haben gezeigt, dass sie dem Druck gewachsen sind. Sie sind ein Jahr älter und reifer geworden“, beschrieb Bundestrainer Loch das Erfolgsgeheimnis des „Bayern-Express“.

dpa