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Sportbuzzer Formel-1-Weltmeister zertrümmert Hotelzimmer
Sportbuzzer Formel-1-Weltmeister zertrümmert Hotelzimmer
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11:42 05.07.2016
Wird immer wilder: Lewis Hamilton Quelle: dpa
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Spielberg

Das Nervenkostüm von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ist im immer härter werdenden Zweikampf mit seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg anscheinend nicht mehr das allerbeste.

"Lewis wird immer wilder, je mehr der Rosberg vorne ist", sagte Team-Aufsichtsrat Niki Lauda als Studiogast bei ServusTV: "Ich war dabei, als er in Baku sein Hotelzimmer zertrümmert hat, weil er in die Mauer gefahren ist. Den Schaden hat er natürlich selbst bezahlt."

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"Dann gibt es nur noch eine Möglichkeit"

Zuletzt hatte es beim neunte Saisonrennen in Spielberg zwischen den beiden Teamkollegen gekracht: Lewis Hamilton war in der Schlussrunde bei einem Überholmanöver in das Auto des führenden Nico Rosbergs gefahren. Der britische Formel-1-Titelverteidiger gewann dadurch das Rennen, WM-Spitzenreiter Rosberg schleppte sich mit seinem beschädigten Mercedes gerade noch als Vierter ins Ziel. Die Rennleitung gab Rosberg die Schuld und belegte ihn noch mit einer Zehn-Sekunden-Strafe.

Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass es zwischen seinen silbernen Kontrahenten auf der Strecke gekracht hatte. Beim Großen Preis von Spanien im Mai schossen sich beiden schon kurz nach dem Start aus dem Rennen.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte nach dem Crash von Spielberg getobt - und eine Teamorder in Aussicht gestellt: "Wenn die Fahrer nicht mitdenken, dann müssen wir das für sie tun. Der Erfolg des Teams steht über den Einzelinteressen."

Zu einer möglichen Stallorder bei Mercedes schon im nächsten Rennen am Wochenende in Silverstone wollte sich der dreimalige Weltmeister Lauda nicht äußern, dafür ergriff der frühere Ferrari-Pilot Gerhard Berger das Wort. "Es hat doch in Spielberg in der letzten Runde mächtig geknistert", sagte der Österreicher, persönlicher Berater und enger Freund von Nico Rosberg: "Und unterm Strich ist es genau das, was die Formel 1 braucht und was die Fans sehen wollen."

Um einen Zusammenstoß wie den zwischen Hamilton und Rosberg in der letzten Runde von Spielberg zu vermeiden, sei natürlich eine Teamorder unumgänglich, führt Berger weiter aus: "Dann gibt es nur eine Möglichkeit: Das Team muss in der vorletzten Runde sagen: Position halten." In dem Fall hätte Rosberg das Rennen vor Hamilton gewonnen.

sid/RND/zys

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