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Sportbuzzer Gefährte mit Kuschelfaktor
Sportbuzzer Gefährte mit Kuschelfaktor
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14:56 19.08.2009
Zweisamkeit zählt: Das Reden mit dem Pony ist Marie Keßner so wichtig wie das Reiten selbst. Quelle: Uwe Dillenberg
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Marie strahlt mit der Spätsommersonne um die Wette. Und Camaro ist offenbar selbstbewusst genug, um zu glauben, dass Maries Lächeln allein ihm gilt. Dabei könnten auch seine ebenso hübschen Nachbarn gemeint sein, die wie Camaro neugierig aus ihren Boxenfenstern über den Hof blicken. Der Ponywallach jedoch reckt seinen Hals, schüttelt leicht die Mähne und stiehlt den anderen die Show. Marie geht tatsächlich auf ihn zu, Camaro wird heute ihr Partner sein.

Nach einer von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Auftrag gegebenen Umfrage würden etwa 870 000 Menschen in der Bundesrepublik gern reiten. Für gut 1,7 Millionen Deutsche ist dieser Wunsch Wirklichkeit, und die elfjährige Marie ist eine von ihnen. Seit sie sechs Jahre alt war, lag sie ihren Eltern in den Ohren, reiten zu wollen. Die Eltern hielten schwimmen zunächst für altersgerechter, aber Marie ließ nicht locker: „Schwimmen war okay, aber ich wollte trotzdem lieber reiten.“ Für Mutter Beate Keßner war „irgendwann klar, dass es sich nicht nur um eine Laune handelte“. Doch statt ihre Tochter im Verein anzumelden, begann sie selbst mit Reitunterricht – und erfüllte zunächst sich einen Jugendtraum. „Auf diese Weise konnte sich Marie erst einmal in Ruhe angucken, wie der Unterricht eigentlich abläuft, wie man sich einem Pferd nähert, es putzt und sattelt“, sagt Beate Keßner.

Maries Vorstellungen vom Reiten speisten sich bis dahin aus geführten Ponyrunden bei Freizeitveranstaltungen oder aus Pferderomanen – mit der Realität hatte das alles nichts zu tun. Die war für Marie letztlich viel spannender: „Als ich meine Mama begleitet habe, wollte ich auch sofort in den Verein“, erinnert sich die Schülerin.

Seit eineinhalb Jahren ist sie jetzt Mitglied in der Reit- und Voltigierschule Bemerode. Nach dem Einzelunterricht an der Longe reitet sie seit gut einem Jahr in der Abteilung, also mit anderen Kindern zusammen. Dass die 45-minütige Reitstunde jeden Sonnabend auch eine gehörige Portion Konzentration und Kondition erfordert, stört die Elfjährige nicht. „Das ist nicht so wie Lernen in der Schule. Im Gegenteil: Ich kann mich dabei entspannen.“

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