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Sportbuzzer Gestüt Fährhof räumt beim Listenrennen kräftig ab
Sportbuzzer Gestüt Fährhof räumt beim Listenrennen kräftig ab
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10:32 01.11.2010
Von Stefan Knopf
Sieger Eduardo Pedroza auf La Salvita.
Sieger Eduardo Pedroza auf La Salvita. Quelle: Florian Petrow
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Allerdings wurde die Veranstaltung dadurch überschattet, dass gleich zwei Pferde nach Beinbrüchen eingeschläfert werden mussten, darunter die erst zweijährige Stute Minda, die vom heimischen Trainer Hans-Jürgen Gröschel vorbereitet wurde. Vermutungen, dass die schweren Verletzungen der Tiere durch Unebenheiten auf dem Geläuf hervorgerufen wurden, widersprach Rennleiter Arnold Aufderheide. „Als wir die Bahn am Vormittag abgenommen haben, war der Boden gut bis weich. Irgendwelche Mulden oder sonstigen Unregelmäßigkeiten auf der Rennbahn haben wir nicht bemerkt“, sagte er.

Der große Sieger des Tages kam aus Niedersachsen. Das Gestüt Fährhof aus Sottrum bei Rotenburg/Wümme stellte gleich drei Tagessieger. Nachdem die zweijährige Debütantin Paragua locker das 2. Rennen der Veranstaltung gewonnen hatte, legte die ebenfalls von Andreas Wöhler trainierte und von Championjockey Eduardo Pedroza gerittene Jahrgangsgefährtin La Salvita im Großen Preis des Gestüts Brümmerhof, dem ersten Listenrennen der Veranstaltung, mit einem überlegenen Erfolg nach.

Platz 2 belegte Quesada vor Navarra Queen. Die von Hans-Jürgen Gröschel trainierte Shy Fairy wurde Achte. Und für den dritten Streich der Fährhofer sorgte Mitfavoritin Nianga im Großen Preis der Mehl-Mühlens-Stiftung, dem Listenrennen auf der 2200 Meter-Strecke. Die von Peter Schiergen in Köln trainierte Stute lag immer im Vordertreffen und löste sich Eingangs der Zielgeraden. Sie hielt Salontänzerin und Not for Sale aus dem Besitz von Rennvereinspräsident Gregor Baum auf Distanz. „Nianga hat sich ihren dritten Listensieg heute verdient und wird eine Bereicherung für die Stutenherde auf dem Fährhof sein“, sagte Racing Manager Simon Stokes. Nie im Bilde war Hawsa aus dem Besitz von Scheich Mohammed al Maktoum aus Dubai.

Den Tiger Hill Cup, das Listenrennen auf der Meilen-Distanz, dominierte mit Flash Dance eine Stute aus Frankreich. „Sie ist sehr schnell und war bei ihren letzten beiden Starts jeweils Zweite. Meine Reitorder war, sie marschieren zu lassen“, sagte Jockey Filip Minarik. Am Ende wurde der Stute die Distanz sichtlich etwas zu weit, aber sie rettete sich vor der Münchener Außenseiterin Amazing Beauty und Mitfavoritin Magic Eye über die Ziellinie. Minarik gewann später noch die Wettchance des Tages überlegen mit Engai. Die Quote in der Viererwette in diesem Rennen betrug sagenhafte 114. 835 Euro.