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Sportbuzzer Görges verpasst Achtelfinale bei den French Open
Sportbuzzer Görges verpasst Achtelfinale bei den French Open
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21:12 27.05.2011
Mehr als zwei Stunden lang stemmte sich Julia Görges gegen das French-Open-Aus. Quelle: dpa
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Als Julia Görges am gestrigen Freitag den Court Philippe Chatrier verließ, brandete anerkennender Applaus der französischen Fans auf. Doch trösten konnten die Beifallsbekundungen die Tennisspielerin nicht, die in Hannover trainiert. Zu tief saß der Frust nach ihrer Drittrunden-Niederlage bei den French Open gegen die Französin Marion Bartoli. 2:02 Stunden kämpfte die deutsche Nummer 2 bei widrigen Bedingungen für ihren großen Traum, erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier das Achtelfinale zu erreichen. Doch obwohl die 22-Jährige am Ende des phasenweise hochklassigen Matches mehr als dreimal so viele Gewinnschläge verbucht hatte als Bartoli, schied sie mit 6:3, 2:6, 4:6 aus.

Damit ruhen die deutschen Hoffnungen nun auf Andrea Petkovic, die am heutigen Sonnabend auf die Australierin Jarmila Gajdosova trifft. Bei den Herren bestreitet Michael Berrer als letzter verbliebener Deutscher seine Drittrundenpartie gegen den Weltranglistenvierten Andy Murray aus Großbritannien. Kleiner Trost für Görges: Sie gewann am Abend zusammen mit Petkovic immerhin noch im Doppel mit 6:1, 1:6, 7:6 (8:6) gegen das amerikanische Duo Bethanie Mattek-Sands/Meghann Shaughnessy. Damit steht die deutsche Kombination im Achtelfinale.

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Im vorangegangenen Einzel war zunächst alles nach Plan für die aus Bad Oldesloe stammende Görges gelaufen. Sie zog im 1. Satz schnell auf 4:0 davon und gestattete der einstigen Wimbledon-Finalistin bis zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zwei Punkte. Erst nach 14 Minuten gelang der Französin der erste Spielgewinn zum 1:4. Görges setzte die Lokalmatadorin immer wieder mit ihrer Vorhand unter Druck. Nach 33 Minuten verwandelte sie ihren vierten Satzball zum 6:3. Die Faust geballt, ein lauter „Come on“-Schrei – die Welt für Görges war in perfekter Ordnung. Auch in ihrer Box strahlten Trainer Sascha Nensel und Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner.

Doch die Französin, immerhin Nummer 11 der Welt, wurde ihrem Ruf als kleine Kämpferin mit großem Herzen wieder einmal gerecht. Im 5. Spiel des 2. Durchgangs drehte sich die Partie. Einen ersten Breakball von Bartoli wehrte Görges noch mit einem Ass ab. Doch danach folgten ein Doppelfehler und eine Vorhand ins Aus. Bartoli hatte ihr Break geschafft und glich nach insgesamt 1:09 Stunden Spielzeit nach Sätzen zum 1:1 aus.

Görges, die zwischenzeitlich die Turnierärztin auf den Platz kommen ließ, weil sie Probleme mit dem rechten Auge hatte, brauchte eine ganze Weile, um sich wieder zu sammeln, und geriet mit 1:5 in Rückstand. Doch mit dem Mut der Verzweiflung stemmte sich die deutsche Tennis-Hoffnung und verkürzte. Doch dann verwandelte Bartoli ihren ersten Matchball und brachte die Partie nach Hause.

Die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (Dänemark) verlor gestern überraschend klar mit 1:6, 3:6 gegen die Slowakin Daniela Hantuchova und wartet damit weiter auf ihren ersten Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier.
Bei den Männern hat Roger Federer ohne Mühe das Achtelfinale erreicht. Der Schweizer setzte sich gegen den Serben Janko Tipsarevic mit 6:1, 6:4, 6:3 durch und bleibt in Paris ohne Satzverlust.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.