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Sportbuzzer THW und Löwen trennen sich unentschieden
Sportbuzzer THW und Löwen trennen sich unentschieden
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19:15 05.04.2015
Foto: „Löwe" Gedeon Guardiola Villaplana beim Sprungwurf.
 „Löwe" Gedeon Guardiola Villaplana beim Sprungwurf. Quelle: dpa
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Kiel

 Titelverteidiger Kiel liegt bei sechs noch ausstehenden Spielen (53:7 Zähler) knapp vor den Mannheimern (51:7), die allerdings eine Partie weniger ausgetragen haben. „Fakt ist, dass der THW auch noch den Vorteil der Tordifferenz hat, das steht jetzt erst mal", sagte Löwen-Kapitän Gensheimer bei Sport1, sein Teamkollege Andy Schmid fügte hinzu: „Wir können mit dem Punkt leben, es bleibt halt eng."

THW-Trainer Alfred Gislason erwartet ein enges Saisonfinish: „Nach Minuspunkten sind wir gleichauf, daher hat sich jetzt nicht viel geändert." Bester THW-Torschütze vor 10.285 Zuschauern in der ausverkauften Kieler Sparkassen-Arena war Nationalspieler Steffen Weinhold mit fünf Treffern. Für die Löwen, die Kiel im Viertelfinale des DHB-Pokals vor viereinhalb Wochen noch besiegt hatten (29:26), traf Gensheimer (8/5) am häufigsten. „Wenn wir das Spiel verlieren, ist Kiel wahrscheinlich Meister", hatte Gensheimer vor der Partie gesagt und damit die große Bedeutung des Duells unterstrichen.

Entsprechend verbissen starteten beide Mannschaften in die Partie. Hitzig, beherzt, hochklassig: Die 10.285 Zuschauer in der ausverkauften Kieler Sparkassen-Arena bekamen von Beginn an ein hart umkämpftes Spitzenspiel der beiden zurzeit besten deutschen Handball-Teams geboten. Beide Mannschaften bestachen mit variablen Abwehrreihen und starken Torhütern, so dass zunächst kaum Treffer fielen und sich niemand absetzen konnte.

3:3 hieß es nach einer Viertelstunde, 9:9 nach 26 Minuten, 11:10 zur Halbzeit für Kiel. Während sich die Stars wie Löwen-Nationalspieler Gensheimer, der wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit im Pokalspiel gegen Rene Toft Hansen von Beginn an ausgepfiffen wurde, oder Kiels Superstar Filip Jicha im ersten Abschnitt nur selten in Szene setzen konnten, glänzten die Torhüter. Aufseiten der Gastgeber machte Sonne das verletzungsbedingte Fehlen der beiden Stammkeeper vergessen, bei den Löwen imponierte zwischen den Pfosten einmal mehr Niklas Landin, der im Sommer zum THW wechselt.

Auch im zweiten Abschnitt boten sich beide Teams weitgehend ein Duell auf Augenhöhe. Zwar konnte Kiel immer wieder vorlegen, doch die Löwen behielten trotz der lautstarken Kulisse kühlen Kopf und ließen sich bis zum 15:15 (40.) nicht abschütteln. Auch als Ekberg zwei Gegenstöße in Folge zum 19:16 (46.) versenkte, gerieten die Hausherren nur scheinbar auf die Siegerstraße - denn die Löwen steckten nie auf und verhinderten durch eine erfolgreiche Aufholjagd wie erhofft eine Vorentscheidung im Titelrennen.

Im historischen Saisonfinale des Vorjahres hatte Kiel am letzten Spieltag einen Sieben-Tore-Rückstand gegen die Löwen aufgeholt und sich so den 19. Meistertitel gesichert. Bei jeweils 59:9 Punkten hatte der THW nach 34 Spieltagen die um zwei Treffer bessere Tordifferenz.

Die SG Flensburg-Handewitt fand im Kampf um den dritten Rang unterdessen wieder in die Erfolgsspur zurück. Der Champions-League-Sieger gewann am 28. Spieltag gegen GWD Minden 27:24 (13:11) und festigte mit 44:16 Punkten den Platz hinter dem Top-Duo Kiel und Rhein-Neckar Löwen.

SID

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