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Sportbuzzer Handballverein VfL Gummersbach ohne Lizenz
Sportbuzzer Handballverein VfL Gummersbach ohne Lizenz
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10:38 20.05.2011
Von Norbert Fettback
Ob Gummersbach mit seinem Trainer Sead Hasanefendic an der nächsten Bundesligasaison teilnehmen darf, ist offen. Quelle: dpa
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Den Handballern des VfL Gummersbach ist gestern Abend die Vorfreude auf das zweite europäische Finalspiel im Cup der Pokalsieger gegen Tremblay HB aus Frankreich gründlich vergangen. Statt heute nach dem 30:28 aus dem Hinspiel die Strategie für den dritten Triumph in Folge in diesem Wettbewerb festzulegen, muss sich der Traditionsklub große Sorgen um seine Zukunft machen. Vom Ligaverband erhielten die Oberbergischen als einziges Team gestern keine Lizenz für die Bundesligasaison 2011/2012. Als Begründung wurde angeführt, bei der Prüfung des Antrags sei „die erforderliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, insbesondere aufgrund einer bestehenden Liquiditätslücke in Höhe von 2,2 Millionen Euro“, nicht festgestellt worden. Dem VfL bleibt eine Woche, um Beschwerde einzulegen und den Dachverband vom Gegenteil zu überzeugen.

Die Lizenzverweigerung für den VfL erscheint überraschend, hat sich aber über Jahre angedeutet. Schon 2009 und 2010 bekamen die Gummersbacher die Spielgenehmigung für die höchste deutsche Liga erst, nachdem sie nachgebessert hatten. Diesmal bleibt es möglicherweise nicht bei einem „blauen Auge“.

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Derartige Sorgen hat die TSV Hannover-Burgdorf nicht – der Klub, der am Sonntag (17.30 Uhr) Rekordmeister THW Kiel empfängt, bekam gestern grünes Licht für sein drittes Erstligajahr. Der DHC Rheinland, aus Insolvenzgründen bereits als Absteiger feststehend, darf in der 2. Liga nur antreten, wenn das Insolvenzverfahren bis zum 10. Juni abgeschlossen ist.