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Sportbuzzer Fünf Minuten fehlen 78 zum Aufstieg
Sportbuzzer Fünf Minuten fehlen 78 zum Aufstieg
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00:21 04.06.2014
Von Björn Franz
„Das ist so frustrierend“: 78-Spieler Matthias Mühle sitzt ernüchtert am Boden – während die Düsseldorfer hinter ihm ausgelassen den Bundesliga-Aufstieg feiern. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Mit 0:1 verloren sie am Sonntag vor der Rekordkulisse von 1200 Zuschauern das letzte Saisonspiel in der 2. Liga gegen den zuvor punktgleichen Düsseldorfer HC. Ein Remis hätte 78 bei der besseren Tordifferenz gereicht, doch so steigen nun die Rheinländer auf - und die „Hier regiert der DHC“-Schlachtgesänge der Gästefans wurden bittere Realität.

„Das ist so frustrierend“, schimpfte Manager Jürgen Schnepel. „Wir waren die ganze Saison über auf Platz 1, und auch heute hätten wir gewinnen müssen.“ Während die Mannschaft sich artig mit einer Ehrenrunde und Applaus an die Fans bedankte, stand Schnepel fassungslos auf den Platz. Auch das Lob von Gästetrainer Akim Bouchoudri, dass 78 wirklich richtig gut gewesen sei, tröstete ihn nicht. „Jetzt müssen wir noch ein weiteres Jahr in dieser Scheißliga bleiben“, brach es aus Schnepel heraus.

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Und der Ärger war berechtigt. Drei Großchancen hatten Sven Hattwig, Sören Bieck und nochmals Hattwig im Laufe der Partie vergeben. Aber vor allem die Eckenbilanz sorgte für Frust. „Wir hatten neun Ecken, die Düsseldorfer nur zwei. Da muss man doch mehr draus machen“, sagte Schnepel. Doch während die Düsseldorfer eine ihrer Ecken im Nachschuss zum Siegtreffer nutzen, versagten die hannoverschen Schützen. „Das hat die ganze Saison über geklappt. Heute haben wir einfach schlechte Entscheidungen getroffen“, meinte der Manager, dessen Team sogar nach dem Gegentreffer noch zwei Ecken zugesprochen bekam.

Während so manchen der Männer die Tränen in den Augen standen, fand Felix Oldhafer, Antreiber der Mannschaft, trotz der bitteren Schlappe ausgerechnet an seinem 26. Geburtstag die Worte schnell wieder. „Das war ein geiles Spiel. Nur der Ausgang war zum Heulen“, sagte er. „Aber wenn schon nicht wir aufsteigen, dann gönne ich es meinem Bruder Clemens im Düsseldorfer Team. Wir werden es eben im nächsten Jahr wieder versuchen. In unsere Mannschaft steckt Potenzial.“

Auch 78-Boss Günter Küster reagierte gefasst. „Es war alles bereitet. Auch die in der 1. Liga nötigen 100.000 Euro hätten wir zusammenbekommen. Aber ich weiß, dass die Mannschaft im Kern zusammenbleibt. Wir versuchen es noch mal.“

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