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Sportbuzzer Ein Rennen ist nicht genug
Sportbuzzer Ein Rennen ist nicht genug
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08:53 31.08.2013
Heimspiel am Maschsee: Triathlet Jan Raphael von Hannover 96 (vorne rechts) will am Sonnabend gleich zweimal starten. Quelle: Körner
Hannover

Thomas Hellriegel, Normann Stadler, Faris Al-Sultan, Lothar Leder, Jürgen Zäck – die Liste der deutschen Triathlon-Helden ist lang. In dieser Riege wähnten Anfang Juli viele Beobachter auch Jan Raphael aus Hannover. Der hatte beim Ironman in Frankfurt, also einem Triathlon mit
3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einem abschließenden Marathonlauf (42,195 Kilometer), einen überraschenden 2. Platz belegt. Weil die Veranstaltung gleichzeitig die Europameisterschaft war, darf sich Raphael nun Vize-Europameister nennen.

Nach seinem tollen Auftritt in Frankfurt wollte Raphael aber nicht den Lautsprecher geben. Weltrekorde, Hawaii-Siege oder ähnliches werde er nicht ankündigen, sagte er. Doch spätestens jetzt sollte „doch jeder merken, dass ich auch bei den ,Großen‘ mitspielen kann“. Und er sieht noch „eine Menge Luft nach oben“.

Am Sonnabend unterstützt Raphael seine Teamkollegen von Hannover 96 beim diesjährigen 7. Maschseetriathlon. Der 33-Jährige soll helfen, den aktuellen Vierten der Triathlon-Bundesliga noch unter die besten drei zu bringen. Ganz so leicht muss man sich das aber nicht vorstellen. Denn die Bundesliga wird in der Sprintdistanz ausgetragen – 750 Meter Schwimmer, 21 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen. Übertragen auf die Leichtathletik sei der Wechsel von der Ironman-Länge auf diese Distanz wie der Wechsel vom Marathon zum 100-Meter-Sprint, sagt Raphael.

Der Start in seiner Heimat ist eher ein Trainingselement in der Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt, den Ironman auf Hawaii im Oktober – zugleich die Weltmeisterschaft. Hier rechnet sich Raphael einen Platz unter den besten zehn aus. Und weil ein Sprint alleine für einen Marathon-Läufer nur ein kurzes Trainingselement ist, startet Raphael rund um den Maschsee am Nachmittag noch auf der Olympischen Distanz. 2011 gewann er bei einem Doppelstart bereits die längere Distanz. „Die Pause zwischen den Rennen ist lang genug“, sagt Raphael.

Bei seinem 2. Platz bei der EM in Frankfurt telefonierte der Sieger Eneko Llanos schon mit seiner Frau in Spanien, als Raphael ins Ziel lief. Den Deutschen störte das wenig, hatte doch kaum jemand mit diesem 2. Platz gerechnet. Sollte Raphael und seinen Teamkameraden von Hannover 96 morgen ein Erfolg gelingen, kann er das Handy sicher in der Sporttasche lassen. Denn Freunde und Familie des Hannoveraners werden auch ohne Telefonverbindung gratulieren, direkt an der Strecke. Und auch Raphaels Freundin Rebekka Eßmüller würde persönlich gratulieren können. Sie ist selbst Triathletin bei Hannover 96 und geht schon am Morgen an den Start.

Der 7. Maschsee-Triathlon ist erstmals auch die Austragungsstätte der deutschen Meisterschaft. Denn über die Sprintdistanz wird nicht nur Jan Raphael mit seinen Kollegen beim 4. und letzten Triathlon der Bundesligasaison versuchen, eine gute Platzierung zu schaffen. Beim Rennen der Männer – und auch beim Rennen der Frauen über dieselbe Distanz (ohne 96-Beteiligung) – wird zugleich der neue deutsche Meister im Triathlon ermittelt.

Eine knifflige Entscheidung steht für Raphael und die anderen Triathleten von Hannover 96 erst nach dem Rennen an. Denn nach der Siegerehrung können sie entweder die Kollegen anfeuern, die auf der olympischen Distanz an den Start gehen. Oder sie machen sich auf in die nahe HDI-Arena, wo die kickenden Vereinskameraden versuchen, Mainz 05 zu besiegen. Im Gegensatz zum Triathlon-Team der „Roten“ wären die Fußballer mit einem 4. Platz am Ende der Bundesligasaison mehr als zufrieden.

Gerd Schild

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