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Mischling Laika
Sportbuzzer Mischling Laika
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16:56 01.03.2010
Von Tatjana Riegler
Kosmonautin Laika in einer Raumkapsel Quelle: ap

Viel hatte sie von ihrem Vorsprung nicht, denn Laika kehrte von ihrer Reise nicht zurück – sie starb bei der Sputnik-2-Mission 1957 im All.

Zuvor aber legte die dreijährige Mischlingshündin eine steile Karriere hin. Auf den Straßen Moskaus war das herumstreunende Tier aufgegriffen worden, wahrscheinlich war es teils Husky, teils Terrier. Ihren Namen Kudrjawka (zu deutsch: Löckchen) ersetzten die neuen Herrchen in der sowjetischen Weltraumbehörde durch Laika – der Kläffer, was Aufschlüsse über ihr Verhalten zulässt. Dennoch setzte sie sich im Hundewettlauf ins All gegen Albina und Muschka durch. Vielleicht, weil Laika in allen Belastungstests die Coolste blieb.

Das änderte sich am 3. November 1957, als um 2.30 Uhr die große Sputnik-Reise in Baikonur begann. An Bord einer Raumkapsel, eingeengt in ein Korsett aus Elektroden, in eine druckregulierte, gepolsterte Kabine wurde der Stress für Laika zu viel. Letztlich starb sie wegen schlechter Wärmeisolierung an Überhitzung.

Ihre Rückkehr zur Erde war ohnehin nicht vorgesehen – was Tierschützer im Westen noch Jahre nach der Mission anprangerten. Dass Laika aber so früh starb, fünf bis sieben Stunden nach dem Start, damit hatten die Sowjets nicht gerechnet.

Weltruhm war dem Weltraumhund dennoch gewiss: Laikas Flug führte dem Westen vor Augen, wie weit die Sowjets ins All vorgedrungen waren – ein gigantischer Propagandaerfolg im Kampf der Systeme. Nicht einen einzigen Satelliten hatten die USA bis dahin in die Umlaufbahn geschossen, und nun galten Laikas biomedizinische Daten als Meilenstein der Raumfahrt.

Die Hündin war nicht nur schneller als der Mensch, sie war eben ein echter Freund des Menschen: Laikas Mission erst ermöglichte die bemannte Raumfahrt.

Tatjana Riegler

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