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Sportbuzzer Kugelstoßerin Christina Schwanitz gewinnt Silber
Sportbuzzer Kugelstoßerin Christina Schwanitz gewinnt Silber
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21:40 12.08.2013
Kugelstoßerin Christina Schwanitz hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau die Silbermedaille gewonnen. Quelle: dpa
Moskau

Mit einem unglaublichen Kraftakt im letzten Versuch hat Christina Schwanitz die Silbermedaille im Kugelstoßen bei der Leichtathletik-WM in Moskau gewonnen. Als die 20,41 Meter am Montag auf der Anzeigentafel aufleuchteten, vollführte die 27-Jährige vom LV 90 Erzgebirge einen Freudentanz. Mit der letzten Kraftreserve hatte sie die Chinesin Gong Lijiao, die 19,95 Meter weit stieß, noch von Platz zwei verdrängt. Schwanitz lag vor dem letzten Versuch nur auf Platz fünf. „Ich wusste, dass noch mehr geht. Das Training hat es gezeigt. Alles oder nichts“, sagte sie der ARD.

Die Kugelstoßerin Christina Schwanitz hat am Montag die Silbermedaille bei der Leichtathletik-WM in Moskau gewonnen. Im letzten Versuch schaffte sie 20,41 Meter.

Nach 2007, 2009 und 2011 gewann die Neuseeländerin Valerie Adams mit 20,88 unangefochten ihren vierten WM-Titel. Damit übertrumpfte die Olympiasiegerin die Deutsche Astrid Kumbernuss, die von 1995 bis 1999 dreimal Weltmeisterin geworden war. Die letzte deutsche WM-Medaille hatte 2009 in Berlin Nadine Kleinert als Zweite gewonnen. „Ich habe ein Superjahr und ein starkes Selbstbewusstsein. Selten bin ich so relaxed in eine große Veranstaltung gegangen“, sagte Christina Schwanitz bereits nach der souverän gemeisterten Qualifikation am Tag zuvor. Zweimal übertraf sie in diesem Jahr die 20-Meter-Marke und kämpfte sich mit 20,20 Meter an die dritte Stelle der Weltbestenliste. Und nun der kraftvolle Stoß in Moskau, der noch mal 21 Zentimeter weiter ging!

Ein Grund für das nun stabile Nervenkostüm ist die Zusammenarbeit mit der Psychologin Grit Reimann. Diese betrieb nach den Blackouts bei der WM 2011 in Daegu/Südkorea und 2012 bei der Hallen-WM Ursachenforschung. „Ich war bei großen Wettkämpfen so aufgeregt und blockiert“, berichtete die gebürtige Dresdnerin. „Jetzt macht mir der Leistungssport großen Spaß und er ist nicht länger eine Pflichtveranstaltung für mich.“ Bereits in der Qualifikation war die Magdeburgerin Josephine Terlecki mit 17,87 Meter ausgeschieden.

dpa

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