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Sportbuzzer Träume enden im Wassergraben
Sportbuzzer Träume enden im Wassergraben
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10:38 21.07.2014
Unfreiwilliges Bad: Springreiter Dirk Klapproth und Quintato lagen lange gut im Titelrennen – dann kam der Wassergraben.
Unfreiwilliges Bad: Springreiter Dirk Klapproth und Quintato lagen lange gut im Titelrennen – dann kam der Wassergraben. Quelle: Petrow
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Hannover

Das Zwei-Sterne-S-Springen mit Stechen wirbelte die Rangfolge im Titelkampf der Springreiter noch einmal kräftig durcheinander. Unerwarteter Erfolg für die einen - ist oft eine bittere Pille für die anderen. Oskar Murawski (RV Schneverdingen) heißt diesmal der strahlende Sieger im Titelkampf der Männer. Dreimal ist der gebürtige Pole bereits im Reiterstadion dabei gewesen. Erstmals gelang dem 25-jährigen Profi der Sprung aufs Meisterpodest des Pferdesportverbandes Hannover. Fehlerfrei im Final-Umlauf - die erste Hürde zum Sprung ins Stechen war damit geschafft.

Doch wie schwer wiegen die vier Strafpunkte aus der ersten Qualifikation? Das hängt natürlich von der Tagesform der Konkurrenten ab. Immerhin fünf Teilnehmer starteten ohne Strafpunkt ins Finale. Die bitterste Pille musste Mynou Diederichsmeier (RV Aller-Weser) schlucken. Getreu dem Motto, die Besten starten zuletzt, war Diederichsmeier die letzte Teilnehmerin im Umlauf. Drei Verweigerungen ihres Pferdes Niagara am Wassergraben bedeuteten das Aus im Titelkampf für die einzige Amazone im Wettkampf der Männer-Konkurrenz. Keine Verweigerung - aber ein kühles Bad im Wassergraben ließ die Meisterschaftsträume enden für Dirk Klapproth (Sportförderung Löwen Classics). Auch Klapproths Konto war rein gewesen beim Einzug ins Finale.

Und so spielten die vier Strafpunkte von Murawski und Lennox aus der ersten Wertungsprüfung keine Rolle mehr im Titelkampf. Platz 3 im Finale reichte Murawski zum Titelgewinn. „Ich war sehr zufrieden“, sagte der Meister freudestrahlend. „Lennox wird immer besser.“ Er hoffe, dass sich diese Leistung wiederholen lasse.

Den Erfolg zu wiederholen, das gelang Vizemeister Peter-Korn Finke (RV Schloß Ricklingen). Rechtzeitig zum Landesturnier präsentierte der Berenbosteler sein Erfolgspferd Calistra in Topform. Der Abwurf im ersten Springen spielte auch hier letztlich keine Rolle. Ohne Tadel im Umlauf, das bedeutete Platz 2 im Titelkampf. Der Abwurf im Stechen brachte Platz 5 im Abschlussspringen. Den Sieg im Finalspringen sicherte sich dort Thomas Heineking (RV Nendorf) auf Lord Argentinus fehlerfrei in 41,99 Sekunden.

Eine Enttäuschung im Amazonen-Finale musste Cara-Luisa Bolik (RSG Eschede) hinnehmen. Ein Abwurf im finalen Ein-Sterne-Springen brachte das Aus im Titelkampf. Mynou Diederichsmeier und Pius triumphierten hier.

Einen Kaltstart absolvierte Dressurmeisterin Kathrin Meyer zu Strohen (RV Aller-Weser) auf Trakehnerhengst Kaiserdom. „Er hatte ein Jahr Turnierpause“, sagte die Reiterin. Die Generalprobe für die Landesmeisterschaft habe sie wegen eines Hufgeschwürs ausfallen lassen müssen. „Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so gut klappt,“ sagte Meyer zu Strohen. An ihr und Kaiserdom führte nach dem Sieg im Intermediaire II und im Kurz Grand Prix auch im Titelkampf kein Weg vorbei.

Von Anke Friedmann