Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Sportbuzzer Anti-Doping-Agentur will Russland aussperren
Sportbuzzer Anti-Doping-Agentur will Russland aussperren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:43 10.11.2015
Russische Leichtathletik: "Tief verwurzelte Betrugskultur". Quelle: dpa
Anzeige
Genf

Russlands Leichtathleten droht die Verbannung von den Olympischen Spielen. Eine unabhängige Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA forderte am Montag in Genf den Ausschluss des russischen Leichtathletik-Verbandes ARAF aus dem Weltverband IAAF wegen Nicht-Einhaltung des Anti-Doping-Codes. Die WADA muss die Forderungen der Kommission noch offiziell bestätigen und an die zuständigen Organisationen weiterleiten.

Anzeige

Die Entscheidung über einen möglichen Ausschluss russischer Athleten von Leichtathletik-Großveranstaltungen oder den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro obliegt der IAAF beziehungsweise dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Beide Organisationen setzen einen mit dem Anti-Doping-Code übereinstimmenden Status aller Starter für die Teilnahme an den Wettkämpfen voraus. Die WADA-Kommission, die vom ehemaligen WADA-Präsidenten Richard Pound geleitet wird, stellte unter anderem "systematischen Dopingbetrug bei russischen Athleten" und eine "tief verwurzelte Betrugskultur" in der russischen Leichtathletik sowie Korruption und Bestechung auf höchster Ebene der IAAF fest.

Die Kommissionsergebnisse hatten bereits Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen IAAF-Präsidenten Lamine Diack und weitere hochrangige Mitarbeiter des Weltverbandes nach sich gezogen. Auslöser für die Einrichtung der Kommission war im vergangenen Sommer die ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping - Wie Russland seine Sieger macht".

dpa/sid

08.11.2015
Sportbuzzer Waspo 98 vs. White Sharks - Leise Töne vor dem Derby
05.11.2015