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Sportbuzzer Magdalena Neuner verpasst erstmals Podestplatz
Sportbuzzer Magdalena Neuner verpasst erstmals Podestplatz
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16:59 16.12.2011
Foto: Schwierige Bedingungen am Schießstand: Mit zwei Schießfehlern wurde Magdalena Neuner im Sprint Vierte.
Schwierige Bedingungen am Schießstand: Mit zwei Schießfehlern wurde Magdalena Neuner im Sprint Vierte. Quelle: dpa
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Hochfilzen

Im sechsten Einzelrennen ist es passiert: Magdalena Neuner hat erstmals in dieser Saison den Sprung aufs Podest verpasst. Die Biathlon-Rekordweltmeisterin wurde am Freitag im Sprint über 7,5 Kilometer nach zwei Fehlern Vierte. Wäre sie in Hochfilzen beim Sieg der Russin Olga Saizewa erneut unter den besten Drei eingekommen, hätte die Wallgauerin ihrer beeindruckenden Karriere eine weitere Rekordmarke hinzugefügt. Denn bisher ist noch keine Biathletin zu Saisonbeginn sechsmal nacheinander aufs Podest gelaufen.

Schlechte Laune kam bei der 24-Jährigen dennoch nicht auf. „Mal ganz ehrlich, mit einem vierten Platz braucht man nicht unzufrieden sein. Am Schießstand waren die Bedingungen sehr schwer, aber ich habe das ganz gut gelöst“, sagte Neuner mit einem Lachen im Gesicht. Den zweiten Platz sicherte sich die Weißrussin Darja Domratschewa (2 Fehler/+ 13,9 Sekunden) vor Helena Ekholm (1/+ 30,2) aus Schweden.

Die anderen fünf deutschen Starterinnen verpassten den Sprung unter die Top Ten. Andrea Henkel kam nach zwei Fehlern als 14. ins Ziel. Franziska Hildebrand (1) wurde 25., Tina Bachmann (4) 37. zwei Plätze vor Nadine Horchler (1). Die mit vier Fehlern belastete Miriam Gössner (4) kam als 42. ins Ziel.

Die zweite Woche in Hochfilzen - der österreichische Ort im Pillerseetal springt als Ersatz für Annecy (Schneemangel) ein - hatte Magdalena Neuner am Montag mit einer Shopping-Tour in Salzburg gemütlich angehen lassen. Im Wettkampf war sie dann wieder hochkonzentriert. Die wechselnden Winde hatte sie gut im Griff, in der Loipe musste sie diesmal anderen die Bestzeiten überlassen. „Läuferisch geht es noch verdammt zäh, da habe ich mich heute nicht so gut gefühlt“, bekannte Neuner.

Im Verfolgungsrennen am Samstag will die Weltcup-Spitzenreiterin dann wieder angreifen. Sie hat einen Rückstand von 44,9 Sekunden auf Saizewa. „Das ist eine super Ausgangsposition, um von hinten anzugreifen. Morgen ist alles drin“, sagte die 24-Jährige.

Schnell in der Loipe, am Schießstand von der Rolle: Miriam Gössner tut sich derzeit schwer. Die mit Olympia-Silber im Langlauf dekorierte Bayerin leistete sich im Sprint vier Fahrkarten und schoss in ihren bisher sechs Einzelrennen schon 34 Mal daneben, das sind 5,66 Fehler pro Rennen. „Ich weiß nicht, woran es liegt. Im Training schieße ich fast immer Null, aber im Wettkampf klappt es derzeit nicht“, meinte die 21-Jährige fast schon ein bisschen resignierend.

Am Samstag peilt Simon Schempp in der Verfolgung (12.00 Uhr/live ZDF und Eurosport) seinen zweiten Podestplatz der Saison an. Mit Rang vier im Sprint verschaffte sich der 23-Jährige eine gute Ausgangsposition. Er hat nur knapp 19 Sekunden Rückstand auf Sieger Tarjei Bö. „Bisher habe ich ganz gute Verfolger abgeliefert. Von daher bin ich sehr zuversichtlich“, sagte der Uhinger. Florian Graf muss einen Rückstand von 1:05 Minuten aufholen. Dahinter folgen Andreas Birnbacher (1:09), Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer (1:36) und Turin-Olympiasieger Michael Greis (1:46). Michael Rösch hatte als Sprint-88. die Qualifikation für den Verfolger verpasst.

dpa

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