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Sportbuzzer Maschsee-Triathlon: Lena Brunkhorst aus Hannover wird Siebte
Sportbuzzer Maschsee-Triathlon: Lena Brunkhorst aus Hannover wird Siebte
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12:17 06.09.2010
Von Jens Reinbold
Start frei im kühlen Maschsee: Bei 18 Grad Wassertemperatur gingen die Schwimmer auf die Strecke.
Start frei im kühlen Maschsee: Bei 18 Grad Wassertemperatur gingen die Schwimmer auf die Strecke. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Lange Zeit war die kalte Witterung das größte Sorgenkind der Organisatoren des Maschsee-Triathlons. Doch als am Sonnabend die ersten Starter ins Maschseewasser sprangen, lugte auch endlich die Sonne zwischen den Wolken hervor. Es folgten zwei tolle Tage für die insgesamt 1615 Dreikämpfer mit nahezu perfekten Bedingungen – trotz einer wegen des verlängerten Roncalli-Gastspiels auf dem Waterlooplatz verkürzten Radstrecke. „Das Wochenende lief super“, sagte Michael Kramer, Sprecher vom Veranstalter „eichels:Event“, „vor allem die Bundesliga hat die Veranstaltung noch einmal aufgewertet.“

Diese 1. Liga stand am Sonntag im Mittelpunkt des Geschehens. Und bei Wasser- und Lufttemperaturen von 18 Grad Celsius fühlten sich die Triathleten dabei so richtig wohl. „Einfach toll“, fand es Lena Brunkhorst, die sich als Hannoveranerin auf ihr Heimspiel immer besonders freut. „Die Zuschauer an der Strecke haben meinen Namen gerufen, das motiviert“, sagte Brunkhorst, die für Tabellenführer asics Team Witten startet. „Ich habe allerdings meinen zweiten Wechsel verpatzt“, sagte sie nach dem Rennen – was ihrer guten Laune keinen Abbruch tat.

Siebte wurde die Studentin am Sonntag, für die am 19. September der vorerst letzte Wettkampf in Schliersee ansteht; anschließend geht es für die 25-Jährige in die Sonne: Bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii wird Brunkhorst zwar nicht selbst an den Start gehen, aber dennoch einen wichtigen Beitrag für das hannoversche Triathlon leisten. Sie wird sich auf der Pazifikinsel um den Sohn von Mitfavoritin Sandra Wallenhorst kümmern.

Auch ein anderer prominenter Starter konnte am Sonntag nicht ganz vorne landen. Daniel Unger, der Weltmeister von 2007, zeigte aber nach einer hartnäckigen Wadenverletzung aufsteigende Form. Als Neunter kam der für das Hansgrohe Team Schwarzwald startende 32-Jährige schließlich ins Ziel – und hatte für das Verpassen einer besseren Platzierung eine plausible Erklärung: „Beim Schwimmen hatte ich ein bisschen den Anschluss verloren“, sagte Unger, der einer besonderen Regel in der Bundesliga zum Opfer fiel: In der Eliteklasse ist nämlich im Gegensatz zu anderen Triathlon-Wettbewerben das Windschattenfahren erlaubt; am Sonntag arbeitete die Spitzengruppe nach dem Schwimmen auf der Radstrecke so gut zusammen, dass Unger den Anschluss nicht mehr herstellen konnte. „Es hat trotzdem einen Riesenspaß gemacht, es war eine tolle Veranstaltung“, sagte Unger, der an Hannover beste Erinnerungen hat: „Vor zehn Jahren habe ich hier schon einmal gewonnen.“ Damals hatte die Triathlon-Abteilung von Hannover 96 den Bundesliga-Wettkampf organisiert.

Weniger gute Erinnerungen wird Dennis Vasiliev vom führenden Ejot-Team aus Buschhütten an Hannover behalten. Der Schwimmspezialist stürzte beim Radtraining am Sonnabend und zog sich einen Handbruch zu.