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Sportbuzzer Mit Welzel und guten Optionen
Sportbuzzer Mit Welzel und guten Optionen
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06:16 10.10.2012
Von Patrick Hoffmann
Foto: Tobias Welzel (6) im Duell mit Robin Smeulders.
Tobias Welzel (6) im Duell mit Robin Smeulders. Quelle: Körner
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Hannover

Sie gaben ein harmonisches Bild ab bei der Siegesfeier mit den Fans, Tobias Welzel und das Maskottchen Sixtus. Die beiden eint ja weit mehr als nur die Liebe zur Trikotnummer 6. Beide, der junge Spielmacher und der weiße Plüschtiger, gehören auch zu den wenigen Konstanten im hannoverschen Basketball, sie sind Identifikationsfiguren des örtlichen Drittligisten UBC. Wobei zumindest Welzel in dieser Saison außer der repräsentativen noch eine viel wichtigere Aufgabe im Klub übernommen hat: Der 22-Jährige, im dritten Jahr bei den Hannoveranern unter Vertrag, soll das Offensivspiel anführen. Beim 94:78 gegen den Oldenburger TB klappte das bereits ganz ordentlich.

Das wollte Welzel so nach dem Spiel natürlich nicht bestätigen. Der Student ist ein Freund der leisen Töne, was nicht das Einzige ist, das ihn von seinem Vorgänger auf der Position des Spielmachers unterscheidet. Welzel ist ein mannschaftsdienlicher Spieler, einer, der immer erst ein Auge für den freien Nebenmann hat, bevor er selbst zum Korb zieht. Richard Williams, im vergangenen Jahr Dreh- und Angelpunkt bei Ballbesitz für den UBC, trat dagegen viel dominanter, oft aber auch zu egoistisch auf. Auch das würde Welzel so natürlich nie sagen. Er sagt stattdessen Sätze wie diesen hier: „Ohne Richard bleiben jetzt mehr Würfe für die anderen übrig.“

Und Welzels Aufgabe ist es eben, für diese Wurfmöglichkeiten zu sorgen. „Das ist meine Stärke“, sagt er. „Ich habe ein gutes Auge. Und wenn ich die Chance habe, muss ich in Zukunft einfach meinen Mumm zusammennehmen und selber werfen.“ Gegen die junge Mannschaft aus der Akademie Oldenburg verließ sich Welzel lieber noch auf seinen guten Blick für die Kollegen.

Das war an diesem Abend vor 606 Zuschauern in der Universitätssporthalle Am Moritzwinkel völlig ausreichend, weil beim UBC gleich fünf Mitspieler zweistellig punkteten. Diese Ausgeglichenheit schätzte auch Trainer Michael Mai ganz besonders. „Wir haben viele Optionen in der Offensive“, sagte er. „Allerdings sind wir noch auf der Suche nach dem richtigen Konzept.“ In der Vergangenheit sei das einfacher gewesen, da lief alles über Williams. „Jetzt ist ,Tobi‘ zwar unser Schlüsselspieler, aber wir haben viele Jungs, die auf dem Feld anführen können. Mir ist dabei wichtig, dass ,Tobi‘ nicht so spielen soll, wie es Richard vorher getan hat. ,Tobi‘ soll spielen wie ,Tobi‘.“

Der Nachwuchsbasketballer hat seine neue Aufgabe jedenfalls erstaunlich früh angenommen. „Ich bin von allen im Team am längsten dabei“, sagt Welzel. „Jetzt will ich Verantwortung übernehmen.“

Punkte für den UBC holten: Cook (24), Prasuhn (18), Williams (13), Lodders, Nared (jeweils 12), Welzel (8) und Mondo (7).

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