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Sportbuzzer Nord-Clubs zwischen Titel und Klassenerhalt
Sportbuzzer Nord-Clubs zwischen Titel und Klassenerhalt
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13:09 29.08.2011
Die norddeutschen Handball-Bundesligisten gehen optimistisch in die neue Spielzeit. Quelle: Petrow
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Hamburg/Hannover

Ein Überblick über den Stand der Dinge bei den norddeutschen Handball-Bundesligisten:

HSV HAMBURG: Der deutsche Meister startet selbstbewusst in die neue Saison. „Wir sind hungrig auf weitere Titel“, sagte Kapitän Pascal Hens. Der Etat ist nach Club-Angaben um eine halbe Million Euro auf neun Millionen Euro gestiegen. Der neue Trainer Per Carlén sagte: „Wir tanzen auf drei Hochzeiten und wollen im nächsten Jahr mindestens einen Titel gewinnen.“ Carlén löste den neuen Präsidenten und Geschäftsführer Martin Schwalb als Coach ab. Aus Flensburg kamen der noch verletzte Sohn des Neu-Trainers, Oscar Carlén, und Torhüter Dan Beutler. Weg sind Rückraumschütze Krzysztof Lijewski (Rhein-Neckar Löwen) und Torhüter Per Sandström (MT Melsungen).

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THW KIEL: DHB-Pokalsieger THW Kiel hat hohe Ziele. „Wir wollen jeden Wettbewerb gewinnen, aber unsere Gegner sind sehr stark“, sagte der isländische Coach Alfred Gislason. Neuverpflichtungen gab es keine, verlassen hat den Club nur der französische Nationalspieler Jerome Fernandez. Der Etat beträgt unverändert 9,5 Millionen Euro. Angeschlagen ist noch der an der Achillessehne verletzte Rückraumstar Filip Jicha. Auch Abwehrspezialist Daniel Kubes und Milutin Dragicevic mussten zeitweise aussetzen. Kapitän Marcus Ahlm ist dennoch optimistisch:. „Ich habe ein gutes Gefühl.“

SG FLENSBURG-HANDEWITT: Flensburg will langfristig wieder nach ganz oben. „Vielleicht schaffen wir es nicht in diesem Jahr, aber unser großes Ziel ist es, irgendwann wieder deutscher Meister zu werden“, sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes. In diesem Spieljahr sind die Ansprüche aber keineswegs gering. „Platz vier oder drei wäre schön, dazu möchten wir das Final Four und das Endspiel im Europacup erreichen“, sagte Vranjes. Mit Dan Beutler, Oscar Carlén (beide Hamburg), Patrik Fahlgren (Melsungen), und Lasse Boesen (Kolding) haben gleich vier Spieler den Club verlassen. Allerdings steht hochkarätiger Ersatz bereit: Mattias Andersson (Großwallstadt), Holger Glandorf (Lemgo) und Lars Kaufmann (Göppingen) sind neu.

TSV HANNOVER-BURGDORF: Die TSV plagen vor dem Saisonstart am Samstag gegen Berlin Verletzungssorgen. Neben dem langzeitverletzen Keeper Nikolas Katsigiannis fällt auch Neuzugang Mario Clößner aus. Der Kreisläufer wurde am Meniskus operiert und fehlt mindestens vier Wochen. „Die Verletzung ist für ihn und uns tragisch. Mario hat ein ganz anderes Profil als Vignir Svarvarson und war deshalb für den Kreis genau die Alternative, die wir gesucht haben“, sagte Trainer Christopher Nordmeyer. Für Katsigiannis wurde der ehemalige polnische Nationaltorhüter Adam Weiner (36) nachverpflichtet. Der Kampf um die Nummer 1 zwischen Weiner und Nenad Puljezevic ist laut Nordmeyer „völlig offen“. Der Coach fordert Geduld mit seinem Team: „Es wird sicher noch ein paar Spiele dauern.“

EINTRACHT HILDESHEIM: Beim Aufsteiger fällt zum Saisonstart in Wetzlar Neuzugang Steffen Coßbau aus. Der 23-jährige Linksaußen erlitt einen Ermüdungsbruch im Schienbein und fehlt noch etwa drei Wochen. In Morten Slundt ist ein weiterer Neuzugang fraglich. Der Däne ist am linken Schultereckgelenk verletzt. Klares Ziel ist der Klassenverbleib, was Trainer Volker Mudrow als „Herkulesaufgabe“ bezeichnet. „Es wird kompakt, schneller und härter gespielt. Wir müssen deshalb an Tempo, Robustheit und Chancenausnutzung noch zulegen“, sagte Mudrow. In Bostjan Hribar wurde kurzfristig noch ein Linkshänders für den rechten Rückraum geholt. Der 33-jährige slowenische Nationalspieler spielte zuletzt im Emirat Katar.

dpa/kas