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Sportbuzzer Recken trennen sich von Trainer Bürkle
Sportbuzzer Recken trennen sich von Trainer Bürkle
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17:29 16.06.2017
Muss seinen Platz räumen: Recken-Trainer Jens Bürkle. Quelle: Sielski
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Hannover

Die Recken haben auf den Absturz in der zweiten Saisonhälfte reagiert und sich von Trainer Jens Bürkle getrennt. „Diese Entscheidung ist die Konsequenz der sportlichen Analyse aus der abgelaufenen Saison mit einer für alle Beteiligte nicht zufriedenstellenden Rückrunde“, heißt es in einem Schreiben des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf dazu. In allen 16 Rückrundenspielen 2017 war die TSV sieglos geblieben, sammelte lediglich zwei Punkte und verspielte dadurch alle Europapokalchancen, die sie noch im Winter gehabt hatte. Bürkle wurde beurlaubt, sein Vertrag, den er im vergangenen Jahr bis 2019 verlängert hatte, läuft also weiter.

„Wir möchten uns bei Jens Bürkle für die geleistete Arbeit in den letzten beiden Jahren bedanken, in der er bei den Recken seine fachliche Kompetenz unter Beweis stellen konnte“, sagte Geschäftsführer Benjamin Chatton. Bürkle sprach von“fairen und offenen Gesprächen“. Er akzeptiere, die Entscheidung, sagte er. Im Urlaub will er jetzt „die Birne frei kriegen“. Für Bürkle war es die erste vorzeitige Trennung in seiner Karriere.

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Der 36-Jährige hatte die TSV zur Saison 2015/2016 übernommen. In seinem ersten Amtsjahr rückten die Niedersachsen in der Tabelle auf Anhieb von Platz 13 auf sieben vor. In dieser Saison hatten die Recken zur Winterpause ebenfalls eine hervorragende Ausgangssituation. Dann kam der Absturz.„Ich möchte mich bei der Mannschaft, der Geschäftsführung und dem gesamten Team hinter dem Team für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken“, sagte Bürkle weiter. Ein großes Lob geht zudem an die Recken-Fans, die uns immer und vor allem auch in schwierigen Zeiten herausragend unterstützt haben und uns ein Gefühl des Zusammenhalts vermitteln konnten.“

Die Nachfolge Bürkles ist noch nicht gelöst. „Wir sind bestrebt, diese zentrale Personalentscheidung zeitnah zu regeln, jedoch spätestens bis zum Trainingsauftakt“, sagte Geschäftsführer Chatton.

Von Simon Lange, Jonas Szemkus, Carsten Schmidt und Jörg Grußendorf