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Sportbuzzer Harting holt Gold
Sportbuzzer Harting holt Gold
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09:03 14.08.2013
Dreimal Weltmeister: Robert Harting ist erneut Diskus-Weltmeister. Quelle: dpa
Moskau

Damit wandelt Harting auf den Spuren von Lars Riedel. Um mit dem Fünffach-Weltmeister aus Chemnitz gleichzuziehen, müsste DeutschlandsSportler des Jahres 2012“ aber noch mindestens vier Jahre auf diesem Niveau weiterarbeiten. Martin Wierig aus Magdeburg fehlten auf Rang vier mit 65,02 m nur 17 cm zur Bronzemedaille, die sich Altmeister Gerd Kanter (34) aus Estland sicherte.

Nach getaner Arbeit blieb wie immer nur ein Fetzen von Robert Hartings Trikot übrig. Ehe er es mit Urgewalt zerriss, lieferte sich der 28-Jährige mit den Fotografen ein kleines Wettrennen und umarmte Bruder Christoph, der das Finale als 13. nur hauchdünn verpasst hatte. Auf der Haut des Champions zeigten sich viele Pflaster, später erzählte er von massiven Rückenproblemen, die er mit Adrenalin erfolgreich bekämpfte.

Olympia-Sieger Robert Harting ist zum vierten Mal hintereinander Weltmeister im Diskuswerfen. Am Dienstag siegte der Cottbusser bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau.

Mit etwas Verzögerung ging der Berliner auf die Ehrenrunde, bedankte sich bei den Zuschauern im diesmal gut gefüllten Stadion. Dann fiel er seinen Eltern um den Hals und holte sich das verdiente Siegerküsschen von Freundin Julia Fischer ab.

Viele Experten trauten es dem 2,02 m großen Aushängeschild der deutschen Leichtathletik zu, den Wettbewerb mit dem ersten Wurf zu entscheiden. Denn Harting hatte die psychologisch wertvolle Startnummer eins. Doch mit Gewalt funktioniert es nicht: Die Zwei-Kilo-Scheibe landete bei bescheidenen 62,16 m, der Vorteil war dahin. Trainer Werner Goldmann schüttelte den Kopf, Robert Harting ging mit verkniffenem Gesicht aus dem Ring. „Mein Plan ist leider daneben gegangen“, meinte er hinterher.

Die Konkurrenz nutzte die Gunst der Stunde nicht, Ex-Europameister Malachowski und Co. begnügten sich mit 64-m-Weiten, die einem Harting keinen Schrecken einjagen. Beinahe hätte Martin Wierig mit Startnummer 12 den Fehdehandschuh geworfen. Doch sein astreiner 66-m-Wurf landete wenige Zentimeter außerhalb des Sektors – ein ähnlich weites Geschoss glückte dem 26-Jährige nicht noch einmal.

Robert Harting legte im zweiten Wurf endlich vor. Mit 68,13 m lag er aber noch einen Meter unter seiner Prognose für Gold. „Ich wusste, dass der 68er noch nicht reicht, dass ich nachlegen muss“, meinte der Champion, der schließlich noch 69,11 m und 69,08 m folgen ließ. Der Gesichtsausdruck von Freundin Julia wurde zusehends entspannter, später vergoss die 23-jährige Berlinerin Freudentränen.

Am Ende lag der alte und neue Weltmeister im Bereich seiner Siegerweiten von Berlin 2009 sowie Daegu 2011 - und nur eineinhalb Meter unter seinem Hausrekord. Das alles gelang ihm trotz Rückenschmerzen, fehlender Windunterstützung und einem nicht optimalen Jahresverlauf. Doch die Niederlagen im Frühjahr gegen Malachowski und auch gegen Wierig hatten offenbar befreiende Wirkung. Gestern zeigte Robert Harting wieder eine ganz starke Vorstellung. Die nächste wird folgen.

Frank Schober

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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