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Sportbuzzer Zweitligapläne in der Schublade
Sportbuzzer Zweitligapläne in der Schublade
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02:15 29.05.2014
Von Björn Franz
Foto: Vater des Erfolgs: Manager Dennis Melching wird  nach dem Sieg in der Relegation  von den Springer Spielern auf Händen getragen.
Vater des Erfolgs: Manager Dennis Melching wird  nach dem Sieg in der Relegation  von den Springer Spielern auf Händen getragen. Quelle: Petrow
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Springe

Die Feier dauerte bis in die frühen Morgenstunden. „Es war ein längeres Projekt“, verriet Dennis Melching mit einem Augenzwinkern. Doch schon gestern, zwei Tage nachdem die Handballfreunde Springe sich in den Relegationsspielen gegen den TuS Ferndorf zumindest eine kleine Chance auf den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga erhalten haben, musste der Manager schon wieder arbeiten. „Wir müssen noch einige Unterlagen für die Lizenzierung zusammenstellen“, erklärte Melching. Das Gros der Papiere hat er schon vor längerer Zeit an die Zentrale der Handball-Bundesliga geschickt, jetzt gilt es, in einigen Punkten nachzubessern – damit im Falle des Falles auch alles glatt geht mit dem Aufstieg.

Darüber hinaus können die Springer erst einmal nur abwarten. Abwarten, ob einer der vier sportlichen Zweitligaaufsteiger (Eintracht Baunatal, SV Henstedt-Ulzburg, TSV Bayer Dormagen und HSC 2000 Coburg) keine Lizenz für die 2. Liga bekommt. Und auch abwarten, ob es beim Lizenzentzug für den Champions-League-Sieger HSV Hamburg bleibt. Denn sollte ein Platz in der 2. Liga frei werden, wäre Springe dabei.

Für diesen Fall hat der Manager der Handballfreunde bereits alle Planungen in der Schublade. „Es würde sich gar nicht so viel ändern“, sagte Melching. „Wir würden fast genau mit der Mannschaft in die 2. Liga gehen, die auch in der 3. Liga auflaufen würde.“ Lediglich auf zwei oder drei Positionen würde er das Team, für das bislang bereits ein Dutzend Spieler fix seien, im Aufstiegsfall noch verstärken. Dass der Etat für die 2. Liga dennoch von bislang 360 000 Euro um 100 000 bis 150 000 Euro ansteigen würde, läge neben den etwas gestiegenen Personalkosten vor allem an den höheren Verbandsabgaben und Reisekosten. „Wir würden finanziell sicherlich an unsere Schmerzgrenze gehen müssen“, erklärte Melching. „Aber wir werden kein Risiko eingehen.“

Das gilt auch für den Spielort. Kurzfristig – so gesteht Melching – habe es die Überlegung gegeben, im Aufstiegsfall in die nahe gelegene Hamelner Rattenfängerhalle umzuziehen. „Aber die große Mehrheit unserer Fans hat sich dagegen ausgesprochen, daher würden wir das Gros der Spiele in Springe austragen und nur für einige Derbys umziehen“, sagt Melching. Vorausgesetzt, das Warten würde in ein bis zwei Wochen mit dem Aufstieg belohnt werden.

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