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Sportbuzzer Starker Umsatz und große Überraschungen
Sportbuzzer Starker Umsatz und große Überraschungen
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00:22 29.10.2014
Von Carsten Schmidt
Großer Preis des Gestüts Etztean: Sieger Alexander Pietsch auf Fuscetta. Quelle: Petrow
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Langenhagen

Die Galopprennen auf der Neuen Bult werden auf der Außenbahn gewonnen. Diese Erkenntnis traf beim gestrigen Saisonfinale zumindest in den Hauptrennen zu. Fuscetta und Jockey Alexander Pietsch spurteten im Großen Preis des Gestüts Etzean ebenso nahe an der Bahnbegrenzung wie eine Stunde später Good Donna mit Jack Mitchell im Großer Preis der Mehl-Mülhens-Stiftung. Und auch Goiania galoppierte mit ihrem Reiter Andrasch Starke im Großen Preis der Deutschen Bank weit entfernt von der Innenseite.

Rund 9100 Besucher haben am Wochenende ein spannendes Saisonfinale auf der Neuen Bult in Langenhagen erlebt.

Die drei Sieger verband noch eine weitere Gemeinsamkeit: Sie machten mutigen Wettern Freude, weil sie nicht zu den Topfavoriten zählten. Fuscetta war im Listenrennen für zweijährige Stuten über 1400 Meter (Dotierung 25 000 Euro) mit einer Quote von 132:10 eingestuft worden, düpierte aber die favorisierten Runner Runner aus England und Damour. Die Stute Majestic Hope aus dem Gestüt Brümmerhof, das von Gregor Baum, dem Präsidenten des Hannoverschen Rennvereins, und seiner Frau Julia betrieben wird, hielt sich weiter innen, was auf dem tiefen Geläuf nicht die beste Wahl war. Sie landete mit Josef Bojko auf dem 5. Platz. 

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Good Donna galt im Gruppe-III-Rennen über 2200 Meter zwar als Mitfavoritin am Totalisator (65:10), erwartet worden war aber ein Sieg eines der ausländischen Gäste aus England, Frankreich und Ungarn. Doch die von Jens Hirschberger in Mülheim vorbereitete Stute aus dem Gestüt Auenquelle sorgte dafür, dass das Blasorchester Langenhagen bei der Siegerehrung die deutsche Nationalhymne spielen durfte. Jockey Mitchell strahlte bei der Siegerehrung und lobte anschließend die Rennbahn in Langenhagen: „Ich komme sehr gern hierher, das vorige Mal habe ich ein Auktionsrennen gewonnen“, sagte er. Im geschlagenen Feld befand sich als Sechste mit Emily of Tinsdal eine Stute, die von Paul Harley in Langenhagen trainiert wird. Auch sie wählte auf der Schlussgeraden nicht die optimale Position.

Goiania schließlich sorgte als 130:10-Außenseiterin dafür, dass auch das dritte wichtige Rennen von einem inländischen Pferd gewonnen wurde. Das freute am Renntag der Gestüte insbesondere die zahlreich vertretenen Züchter und Besitzer aus Deutschland, weil solche Erfolge für mehr internationales Ansehen des hiesigen Galoppsports sorgen.

Gastgeber Baum freute sich derweil über die großen Felder in den meisten der elf Rennen des Saisonfinales. Insgesamt 104 Pferde stellten sich dem Starter, und die gut besetzten Wettbewerbe sorgten mit 251 101,04 Euro für den besten Wettumsatz 2014. 9100 Besucher gaben dem Jahresabschluss einen zufriedenstellenden Rahmen, der Rekordschnitt von 2013 mit 12 771 Besuchern pro Renntag konnte allerdings nicht erreicht werden. „Wir hatten schlechte Renntermine, wie zum Beispiel den Tag des WM-Endspiels“, sagte Baum – der HRV ist in der Datierung seiner Veranstaltungen auf die deutschlandweite Abstimmung mit anderen Rennvereinen angewiesen und erhält nicht immer Wunschtermine. Der 48-jährige Unternehmer betonte aber auch, dass er mit durchschnittlich gut 11 200 Zuschauern pro Renntag im Großen und Ganzen zufrieden sei.

Ein bemerkenswertes Detail schmückt die Statistik besonders: Immer mehr ausländische Besitzer lassen ihre Vollblüter in Langenhagen laufen. Die Neue Bult wird international.

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