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Sportbuzzer TKH-Männer setzen sich bei Stadtstaffel in Hannover durch
Sportbuzzer TKH-Männer setzen sich bei Stadtstaffel in Hannover durch
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21:37 03.04.2011
Von Carsten Schmidt
Vor dem Erfolg steht die Anstrengung – diese Devise beherzigen schon die jüngsten Teilnehmer in der Stadtstaffel.
Vor dem Erfolg steht die Anstrengung – diese Devise beherzigen schon die jüngsten Teilnehmer in der Stadtstaffel. Quelle: Florian Petrow
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Für den 18-jährigen Schlussläufer gab es übrigens ein Déjà-vu-Erlebnis zum Vorjahr: „Da kam ich auch als Erster vor Bothfeld ins Ziel, damals aber noch in der Jugendklasse.“

Arndt vollendete dennoch eine Überraschung beim Traditionswettkampf der hannoverschen Vereine. Sein TKH galt im Männerrennen allenfalls als gefährlicher Außenseiter, zumal die Siege in den Vorjahren 96, Bothfeld und der SV Eintracht unter sich ausgemacht hatten. Doch neue Konstellationen beleben das Geschäft und sind auch die beste Motivation für einen Athleten wie Arndt, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Eigentlich ist er ein Spezialist im 100-Meter-Lauf, das 200-Meter-Teilstück, das er am Sonntag zu absolvieren hatte, bezeichnete er scherzhaft schon als „Langstrecke“. Doch der Sieg mit der Stadtstaffel gibt dem jungen Hannoveraner Schwung für die Rennen auf der Bahn: Dort hat der Sprinter kein geringeres Ziel als die Qualifikation für die „U 20“-Europameisterschaften.

In der Stadtstaffel zu laufen ist Ehrensache – für Arndt ebenso wie für Hochspringer Jan Hentel von 96, dem sein 200-Meter-Lauf beinahe wie ein Marathon vorgekommen sein muss. Und auch Fernsehleute lassen sich in die Pflicht nehmen, wenn sie so fit sind wie Antonia Schulze-Borges von SAT.1. Die 28-Jährige ist seit mehr als einem Jahrzehnt nicht aus den Mannschaften des TKH wegzudenken. Aber am Sonntag erlebten die Moderatorin und ihre Läuferkolleginnen eine unvermutete Premiere. Das Siegesabonnement der Frauen aus Kirchrode riss, auch weil die schnelle Alena Roth kurzfristig ausgefallen war. Und so lief bei den Frauen der SV Eintracht als Erster durchs Ziel und konnte sein Glück kaum fassen. „Das ist schon Wahnsinn, dass wir vor dem TKH landen“, sagte Jana Heyna aus der Erfolgsmannschaft. Wobei dieser sportliche Triumph wohl noch mit Verspätung gefeiert wird, weil Heyna und einige Klubkolleginnen von heute an schon wieder in ihren Abiturklausuren schwitzen.

Wer aber glaubt, dass Staffelrennen nur etwas für Leichtathleten sind, der geriet ins Grübeln, als er das „M 30“-Rennen verfolgte. In bester Sprintermanier rannten die Baseballspieler vom TuS Vahrenwald zum Sieg, und die Handballerinnen von Germania List und Rugbyspieler des SV Odin gaben beste Beispiele dafür, dass auch in ihrem Sport nichts ohne Laufen geht.

Die Stadtstaffel ist aber auch etwas Besonderes, weil es die Siegermedaillen aus der Hand des Oberbürgermeisters gibt. Damit würdigt Stephan Weil wie seine Vorgänger die Garanten der „Sportstadt Hannover“ – die Vereine.