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Sportbuzzer TSV Barsinghausen bleibt im Meisterschaftsrennen der Oberliga
Sportbuzzer TSV Barsinghausen bleibt im Meisterschaftsrennen der Oberliga
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18:17 05.02.2018
Emmanuel Bocandé (links) steigt gegen Neustadts Borislav Vorkapic zum Korb.
Emmanuel Bocandé (links) steigt gegen Neustadts Borislav Vorkapic zum Korb. Quelle: Chris
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Barsinghausen

Der TSV Barsinghausen hält sich im Kampf um den Meistertitel der Oberliga alle Optionen offen. Vor dem wohl entscheidenden Spitzenduell gegen den CVJM Hannover am finalen Spieltag im März meisterten die Deisterstädter ihre mutmaßlich zweitschwierigste Aufgabe: Beim TSV Neustadt II gab es einen 92:80-Triumph – obwohl die Calenberger nach weiteren krankheitsbedingten Ausfällen nur zu acht antreten konnten. Damit bleiben sie auf Platz zwei hinter dem punktgleichen CVJM.

Nach zwei korblosen Minuten entwickelte sich in Neustadt ein offener Schlagabtausch. Den Vorteilen der Gastgeber auf der Center-Position setzten die Barsinghäuser ihr Plus bei Dreiern und an der Freiwurflinie entgegen. Mit einem Rückstand von 20:21 endete der erste Durchgang.

Coach rüttelt Team wach

„Zu Beginn des zweiten Viertels agierten wir aber etwas kopflos“, beklagte Teamsprecher Yannick Schneider die zahlreichen Ballverluste gegen die Zonenverteidigung der Neustädter. Diese zogen daraus Kapital und gingen Mitte des Abschnitts mit 33:23 in Führung. In einer Auszeit konnte Spielertrainer Timo Thomas sein Team allerdings wachrütteln. Dank verbesserter Defensive und guten Teamplays holten die Deisterstädter auf und lagen zur Pause mit 45:43 in Front.

Die stärkste Phase der Gäste folgte nach dem Wechsel. Mit einem 9:2-Punkte-Lauf läuteten sie ein furioses Viertel ein. „Der Ball lief gegen die Zonenverteidigung der Gastgeber hervorragend, und Sascha Schulz erzielte gleich drei Dreier“, freute sich Schneider. Doch noch weniger war Spielertrainer Thomas zu halten: Mit 14 Punkten im dritten Viertel erzielte er in diesem Durchgang allein so viele Punkte wie das gesamte Neustädter Team zusammen. Vor dem Schlussakkord stand eine komfortable 78:57-Führung zu Buche.

Am Ende fehlt die Kraft

„Im letzten Viertel begannen die Gastgeber – wohl aus Frust – sich mehr mit den Schiedsrichtern als mit uns zu beschäftigen. Dafür kassierten sie einige technische Fouls“, sagte Schneider. Zwar kämpften sich die Neustädter durch ihre Umstellung auf Mannverteidigung wieder etwas heran, doch den Sieg ließen sich die Männer vom Deister nicht mehr nehmen.

„Das war ein intensives Spiel. Unsere Defense war besonders im dritten Viertel sehr stark“, lobte der Coach. „Nur haben wir angesichts der hohen Führung am Ende etwas zu nachlässig agiert. Bei lediglich acht Spielern fehlte aber vielleicht auch ein wenig die Kraft.“

Von Matthias Abromeit