Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf verliert deutlich
Sportbuzzer TSV Hannover-Burgdorf verliert deutlich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:23 15.10.2009
Von Norbert Fettback
Keine Chance gegen die Löwen. Quelle: Florian Petrow
Anzeige

Vor 3324 Zuschauern mühte sich die Mannschaft von Trainer Frank Carstens zwar nach Kräften gegen das sich beizeiten abzeichnende Unheil, doch letztlich war der Klassenunterschied zwischen beiden Teams so groß, dass die Badener den deutlichen Sieg routiniert und ohne voll gefordert zu werden unter Dach und Fach brachten. Sie konnten sich sogar den Luxus erlauben, einen Weltklassespieler wie Olafur Stefansson erst Mitte der 2. Halbzeit einzuwechseln.

Von derartigen Alternativen kann die TSV nur träumen, bei der am Mittwochabend der frühere Nettelstedter Lars Friedrich ein unauffälliges Debüt gab. In der 53. Minute gelang dem 24-Jährigen nach zwei Fehlversuchen sein erster Treffer zum 22:30. Vor allem von den Außenpositionen entwickelte der Aufsteiger, der auf den verletzten Jan-Fiete Buschmann verzichten musste, zu wenig Durchschlagskraft gegen die kompromisslos zupackende Löwen-Abwehr um Oliver Roggisch und einen gut aufgelegten Torwart Henning Fritz. Dabei ging es gut los für den Aufsteiger, der im Unterschied zum vorausgegangenen Heimspiel gegen MT Melsungen in der Anfangsphase diesmal hellwach war.

Anzeige

Eine knappe Viertelstunde konnte die Mannschaft das Spiel offen gestalten und bis zum 6:6 in der 13. Minute, von Andrius Stelmokas in Unterzahl nach einem Konter erzielt, den Favoriten auch einige Male tüchtig ärgern. Da schafften es die Gastgeber, ihre Fehlerquote gering zu halten, und sie beherzigten in dieser Phase zudem die Forderung ihres Trainers, die Angriffe nicht überhastet abzuschließen. Das Spiel des Aufsteigers bekam mit der zweiten Zeitstrafe für den Abwehrspezialisten Robertas Pauzuolis (12.) allerdings einen entscheidenden Knacks. Die Badener nutzten die Überzahlsituation zunächst, um sich auf 8:6 abzusetzen (14.), und gegen eine zusehends Nerven zeigende TSV-Mannschaft zogen sie dann bis auf 16:7 davon (27.) In der
 AWD Hall herrschten damit die Verhältnisse, die beim Vergleich der beiden Kader zu erwarten gewesen waren.

In diesem Abschnitt gelang der TSV 13 Minuten lang kein Tor – dies erinnerte stark an die Tiefschlafphasen aus dem Melsungen-Spiel zu Beginn beider Halbzeiten. Im 2. Durchgang war den TSV-Spielern das Bemühen anzumerken, den Torabstand nicht zu groß werden zu lassen. Doch sie mussten einen weiteren Rückschlag wegstecken, als der starke Aivis Jurdzs seine dritte Zweiminutenstrafe kassierte (45.) und sich den Rest des Spiels von draußen ansehen musste.

Da ging es seinem Team allein noch darum, sich in Gedanken schon auf die folgenden Bundesligaspiele gegen Düsseldorf und Dormagen einzustimmen, in denen die wirklich wichtigen Punkte vergeben werden. Frank Carstens sieht seine Mannschaft dabei auf einem guten Weg. „Sie hat Moral gezeigt“, sagte der Trainer, „und das Spiel besser zu Ende gebracht als in anderen kritischen Phasen dieser Saison.“

Tore für die TSV: Brack (6/davon 3 Siebenmeter), Jurdzs (5), Bedzikowski (3), Habbe, Stelmokas (jeweils 2), Lehnhoff (2/1), Przybecki, Pauzuolis, Hohenberg und Friedrich. Tore für die Löwen: Sigurdsson (8), Bielecki (5), Myrhol (4), Gensheimer (4/2), Alvanos, Müller (jeweils 3), Groetzki (2), Gudjonsson (2/2), Roggisch, Manojlovic und Stefansson.