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Sportbuzzer Tennisprofi Nicolas Kiefer zieht in Halle ins Viertelfinale ein
Sportbuzzer Tennisprofi Nicolas Kiefer zieht in Halle ins Viertelfinale ein
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17:10 08.06.2010
Hannovers prominentester Tennisstar: Nicolas Kiefer zieht in Halle ins Viertelfinale ein. Quelle: dpa
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Der Stuttgarter Andreas Beck bezwang mit 6:1, 7:5 den ungesetzten Ukrainer Sergej Stachowski und zog bei dem mit 750 000 Euro dotierten Rasenturnier ebenfalls in die zweite Runde ein. Dort trifft er ausgerechnet auf Kiefer.

„Kiwi“, der für Wimbledon am Montag eine Wildcard zugesprochen bekam, ist endlich wieder da. Nach einer Leistenoperation 2009 und einer mehr als halbjährigen Verletzungspause stieß er unter dem Jubel des Publikums nach 2:07 Stunden ein lautes „Ja“ aus: „So ein Sieg macht mich stolz. Aber man sollte ihn nicht überbewerten.“

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Doch für ihn, als einstiger Weltrangliste-Vierter nur noch an Position 181 geführt, war der unerwartete Erfolg gegen den 167 Plätze höher eingestuften Russen eine Genugtuung: Seine bisherigen drei Comeback-Versuche 2010 waren allesamt mit Auftakt-Niederlagen zu Ende gegangen. Doch „in Halle spiele ich immer mein bestes Tennis“, kommentierte der Davis-Cup-Spieler seinen Erfolg.

Gegen den 27 Jahre alten Juschni hatte Kiefer, Halle-Gewinner von 1999, zu Beginn zwar leichte Probleme. Doch spätestens nach dem 6:1 im zweiten Durchgang witterte er seine Chance. Er fand sich immer besser zurecht, nahm seinem Widerpart im dritten Satz den Aufschlag zum 6:5 ab und ließ sich den zweiten Matchball nicht mehr nehmen.

„Die Wildcard für Wimbledon hat mich sehr motiviert - das ist eine Fortsetzung der guten Nachrichten der vergangenen Wochen“, meinte der sichtlich erleichterte Kiefer, der im Spätsommer Vater wird. Den Düsseldorfer World Team Cup und die French Open in Paris musste er auslassen, nutzte die Zeit aber für das Training. „Ich war schnell auf den Beinen. Das habe ich mir wieder angeeignet“, schilderte er.

Beck war am Dienstag ein wenig schneller als Kiefer und zog nach Dominik Meffert (Köln) und dem Bayreuther Philipp Petzschner in die Runde der besten 16 ein. Im zweiten Satz lag der Viertelfinalist der beiden vergangenen Jahre schon 2:5 zurück, verwandelte dann aber nach 1:25 Stunden seinen ersten Matchball.

dpa