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Sportbuzzer USA erstmals seit 1994 Basketball-Weltmeister
Sportbuzzer USA erstmals seit 1994 Basketball-Weltmeister
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22:45 12.09.2010
Der Jubel der Amerikaner war groß nach dem Finalsieg gegen Gastgeber Türkei.
Der Jubel der Amerikaner war groß nach dem Finalsieg gegen Gastgeber Türkei. Quelle: afp
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Für die USA, die auf ihre Topspieler LeBron James, Dwyane Wade und Kobe Bryant verzichten mussten, war es der vierte WM-Erfolg. Die Amerikaner qualifizierten sich damit für die Olympischen Spiele 2012 in London. 2008 in Peking hatten James und Co. Gold gewonnen.

Den dritten Platz sicherte sich das Team aus Litauen. Der EM- Ausrichter von 2011 setzte sich im „kleinen Finale“ gegen Serbien mit 99:88 (48:38) durch. Überragender Spieler bei den Osteuropäern, die im Halbfinale an der USA gescheitert waren, war NBA-Profi Linas Kleiza mit 33 Punkten. Den fünften Rang holte sich Argentinien durch ein 86:81 (49:32) gegen Titelverteidiger Spanien. Das deutsche Team war bereits in der Vorrunde gescheitert. „Heute geht die erfolgreichste WM unserer Geschichte zu Ende“, sagte Patrick Baumann, der Chef des Basketball-Weltverbandes FIBA.

Das Endspiel war einmal mehr eine Ein-Mann-Show von Durant. Der 21-Jährige knüpfte nahtlos an seine Galavorstellung aus dem Halbfinale an, als er die Litauer mit 38 Punkten praktisch im Alleingang besiegt hatte. Der NBA-Rookie des Jahres 2008 stellte damit eine weitere Bestmarke auf - noch nie hatte ein US-Spieler bei einer WM in einem einzigen Spiel so viele Zähler markiert.

Im Finale hielten die Türken einen Tag nach ihrem dramatischen Halbfinalsieg gegen Serbien, als Kerem Tunceri erst 0,5 Sekunden vor dem Ende zum 83:82 für die Gastgeber traf, anfangs sehr gut mit. Gegen Ende des ersten Viertels ging das Team von Trainer Bogdan Tanjevic sogar mit 17:14 in Führung, doch mit acht Punkten in Serie meldeten sich die USA zurück.

Im zweiten Abschnitt dominierten die US-Stars weiter und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause auf zehn Zähler zu 42:32 aus. Mit 20 Punkten hatte Durant schon zu diesem Zeit seine Ausnahmestellung ein weiteres Mal untermauert.

Mit zwei weiteren Dreiern zu Beginn des dritten Viertels erhöhte Durant auf 48:32 und sorgte damit für die Entscheidung. Zwar zeigten die Türken wie schon im gesamten Turnier ein großes Kämpferherz, gefährden konnten sie die NBA-Stars aber nicht mehr. Vor allem gegen die aggressive US-Defensive konnten sich die Hausherren nicht wie gewohnt in Szene setzen.

dpa