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Sportbuzzer Vettel scheidet im belgischen Spa früh aus
Sportbuzzer Vettel scheidet im belgischen Spa früh aus
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18:39 01.09.2012
Vettel „zu langsam“, Schumacher ernüchtert: Das erste Saisonrennen der Formel Eins lief für die Deutschen nicht so wie erwartet. Quelle: dpa
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Spa-Francorchamps

Sebastian Vettel entschuldigte sich bei seinem Team via Boxenfunk und legte seinen goldenen Helm enttäuscht im Regal ab. Für das schlechteste deutsche Qualifikationsergebnis seit sechs Jahren war der Red-Bull-Star zwar nicht allein verantwortlich, der Doppelweltmeister der Formel 1 scheiterte am Samstag auf der Strecke in Spa-Francorchamps aber schon beim Versuch, in die Start-Top-Ten für den Großen Preis von Belgien zu kommen.

„Wir sind zu langsam“, gab Vettel zu: „Ich habe viel probiert, aber die Zeit kam nicht. Wenn man der letzte ist, der eine Hundertstelsekunde zu langsam ist, dann tut das weh.“ Zu allem Überfluss bekam er wegen eines simulierten Starts in der Boxengasse im Training noch eine 10.000-Euro-Strafe aufgebrummt.

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In der Qualifikation scheiterten mit Vettel auf Rang elf auch Rekordweltmeister Michael Schumacher vor seinem 300. Rennen, dessen Mercedes-Stallrivale Nico Rosberg, Nico Hülkenberg im Force India und wie gewohnt auch Timo Glock im allerdings unterlegenen Marussia vorzeitig. Das hieß: Kein deutscher Fahrer im entscheidenden zehnminütigen Durchgang der besten Zehn.

Großer Gewinner des mit Überraschungen gespickten Qualifyings auf dem Achterbahn-Kurs in den Ardennen war unterdessen Jenson Button. Der Brite kehrte erstmals seit dem 23. Mai 2009 in Monaco wieder auf die Pole zurück. Der Weltmeister des gleichen Jahres setzte sich auf dem 7,004 Kilometer langen Kurs im McLaren vor dem japanischen Sauber-Piloten Kamui Kobayashi und Pastor Maldonado aus Venezuela im Williams durch. „Meine letzte Pole ist solange her, die hier fühlt sich nun fast an wie ein Sieg“, sagte der 32 Jahre alte Brite, der im McLaren noch nie vom ersten Platz starten durfte.

WM-Spitzenreiter Fernando Alonso kam nicht über Rang sechs im Ferrari hinaus. Nutzen konnte dies Vettel, der in der WM-Wertung 42 Punkte auf den spanischen Champion von 2005 und 2006 aufholen muss, aber nicht. Ganz im Gegenteil. Dass er wegen der Strafversetzung seines Red-Bull-Teamkollegen und WM-Zweiten Mark Webber wegen eines Getriebewechsels (12. statt 7.) noch auf den zehnten Startrang vorrutscht, änderte nichts an dem schweren Rückschlag auf dem Weg zum dritten WM-Titel in Serie.

Vettel brachte der Goldhelm nichts, Rekordweltmeister Schumacher konnte mit seinem eigens angefertigten Platin-Kopfschutz auch nicht für einen Glanzpunkt sorgen. Der siebenmalige Weltmeister und sechsfache Spa-Sieger wurde 13. „Ich denke, die deutschen Hoffnungen sind heute ins Wasser gefallen“, meinte Schumacher – dabei hatten im Gegensatz zum Vortag optimale trockene Bedingungen geherrscht. Schumachers Fazit: „Mehr war nicht drin.“ Das einzig Positive sei, dass er vor seinem Teamkollegen stehe.

Denn Nico Rosberg belegte nur Rang 18, scheiterte damit zum ersten Mal in diesem Jahr im ersten Qualifikationsabschnitt und muss wie Webber auch noch fünf Plätze zurück. Der China-Gewinner wird daher voraussichtlich vom vorletzten Platz das 12. von 20 Saisonrennen in Angriff nehmen müssen. „Ich habe mich bei den wenigen Runden mit dem Setup nur schwer zurechtgefunden. Dann habe ich mich am Ende auch noch vertan mit der Zeit“, räumte Rosberg ein.

Nico Hülkenberg rückte als Zwölfter im Force India noch einen Platz durch die Webber-Strafe nach vorn. Timo Glock wurde im Marussia 21. Damit erreichte erstmals seit der Einführung des aktuellen Ausscheidungsmodus 2006 kein deutscher Pilot im Qualifying die besten Zehn.

Sollte das Quali-Ergebnis auch im Rennen ähnlich ausfallen und womöglich Rückkehrer Kimi Räikkönen – viermaliger Spa-Sieger – im Lotus noch weiter vorfahren, würde der WM-Kampf noch größer. „Ein Sieg ist sehr wichtig. Das hier ist schon mal ein guter Start“, befand daher Button, der WM-Siebter mit 76 Punkten ist. Alonso hat bereits 164 Zähler, Webber 124, Vettel 122. Vierter ist Lewis Hamilton im zweiten McLaren (117) vor Räikkönen (116).

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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