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Sportbuzzer Vettel will mit neuem Red Bull Weltmeister werden
Sportbuzzer Vettel will mit neuem Red Bull Weltmeister werden
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11:50 10.02.2010
Mark Webber (links) und Sebastian Vettel vor dem neuen Red Bull. Quelle: dpa
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Auch die Rückkehr von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher bringt Sebastian Vettel nicht vom Kurs ab. „Mein Ziel ist ganz klar: Ich will Weltmeister werden“, sagte der Vize-Champion des Vorjahres bei der schlichten Präsentation des neuen Red Bull am Mittwoch auf dem Circuito de Jerez. „Darüber musste ich nicht lange nachdenken, das wusste ich schon seit letztem Jahr. Das hängt auch nicht davon ab, was jemand anderes macht und ob das Michael Schumacher oder andere sind. Ich bin zuversichtlich und habe keine Angst.“ Für Vettel gibt es aber „mehr als zwei Fahrer“ im Rennen um den Formel-1-Titel. „Ich hoffe, wir sind so stark wie 2009 oder besser. Ferrari und McLaren sehen gut aus, auch Mercedes mit Michael Schumacher natürlich.“

Red Bull präsentierte sein dunkelblau lackiertes Rennauto bei grauem, tristem Winterwetter in bescheidenem Rahmen. Am Vormittag enthüllten Vettel und sein Teamkollege Mark Webber den RB6. Danach drehte der Australier auf der südspanischen Strecke die Installationsrunde. „Das ist keine Mickey Mouse-Version, das ist das echte Wagen. Er sollte gut laufen“, sagte der Australier. Der neue Dienstwagen des Duos ist laut Technik-Direktor Adrian Newey „eine Evolution des Vorjahresautos“. Der RB6 weist eine relativ breite Frontpartie mit einem quer liegenden Flügel wie bei einem Hammerhai auf. Hinter der Lufthutze schließt sich eine hohe Heckflosse an. „Das Auto ist schön“, sagte Vettel. „Vor allem unter der Abdeckung ist es sehr interessant. Jetzt müssen wir sehen, dass es hoffentlich schnell und zuverlässig ist.“

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Vettel testet das neue Auto erstmals am Freitag. Während die anderen Top-Teams bereits vier Tage lang beim Testauftakt in Valencia fuhren, steigt Red Bull erst jetzt ein. Der 22 Jahre alte Hesse aus Heppenheim maß dem keine große Bedeutung bei: „Die fehlenden Testtage von letzter Woche sind kein Nachteil, aber auch kein Vorteil.“ Allerdings ist er nach der langen Pause heiß aufs Fahren. „Es gibt keinen wirklichen Ersatz zur Formel 1“, deutete der fünfmalige Grand- Prix-Gewinner an, dass das intensive Fitness-Training mehr Last als Lust waren. Teamchef Christian Horner versicherte: „Sebastian und Mark sind topfit.“

In die am 14. März mit dem Großen Preis von Bahrain beginnende Saison geht Vettel äußerst selbstbewusst. Schließlich ist der Jungspund für Formel-1-Boss Bernie Ecclestone der Top-Kandidat auf den Titel: „Sebastian wird Weltmeister.“ Horner wies darauf hin, dass in der zurückliegenden Saison „der Diffusor uns den Titel gekostet hat“. Jetzt gebe es klare Regeln. BrawnGP hatte den Doppel-Diffusor gegen den anfänglichen Protest vieler Konkurrenten von Beginn an eingesetzt und mit diesem technischen Kniff eine wesentliche Grundlage für Jenson Buttons WM-Triumph geschaffen.

Schumachers Comeback bereitet dem einst als „Baby-Schumi“ bezeichneten Vettel keine Bauchschmerzen. „Michael war ein paar Jahre nicht dabei. Mal abwarten, wie sich sein Team schlägt. Für ihn sind ja auch viele Sachen neu. Aber es ist klar, dass Michael ganz vorne mitfahren kann. Er ist keiner, der nur aus Spaß an der Freude fährt.“

dpa