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Sportbuzzer Vettel will weiter um Minimalchance kämpfen
Sportbuzzer Vettel will weiter um Minimalchance kämpfen
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06:33 26.10.2010
Sebastian Vettel war nach seinem Ausscheiden sichtlich enttäuscht. Quelle: dpa

„Ich werde bis zum Ende kämpfen“, sagte der 23-Jährige, der durch seinen Ausfall am Sonntag nur noch eine Außenseiterchance auf den WM-Titel hat, und zumindest von seiner Mannschaftsleitung wird er vor den beiden noch ausstehenden Rennen in São Paulo und Abu Dhabi nicht gebremst. „Unsere Strategie hat sich nicht geändert“, sagte Teamchef Christian Horner. Vettel soll auch in den letzten WM-Läufen die gleiche Chance bekommen wie Teamkollege Mark Webber, obwohl der in der Gesamtwertung besser platziert ist. Muss nur noch das Auto halten.

Doch selbst wenn Vettel beide Rennen gewinnt, hält er die Fäden nach dem Motorenplatzer in Südkorea nicht mehr in der Hand. Fernando Alonso, der große Profiteur von Vettels Pech, kann das WM-Rennen mit einem Sieg in São Paulo bereits vorzeitig entscheiden. Im Heimatland des Spaniers sind sich die Formel-1-Fans jedenfalls schon sicher: Der Ferrari-Fahrer lässt sich den Titel nicht mehr nehmen. „Fernando Alonso hat den WM-Titel in den Händen. Der Spanier ist jetzt der Favorit. Sein Vorteil ist, dass Red Bull auf zwei Fahrer setzt“, urteilte das spanische Sportblatt „Marca“.

Dabei schienen die Red-Bull-Boliden den Wagen der Konkurrenz so weit überlegen zu sein: In den bislang 17 Rennen stand Webber fünfmal, Vettel sogar neunmal auf der Pole Position, trotzdem kam der Deutsche nur dreimal als Sieger ins Ziel. Mal wurde Vettel durch technische Probleme und Defekte wie in Bahrain, Australien oder eben in Südkorea zurückgeworfen, mal kostete den 23-Jährigen der eigene Übermut wichtige WM-Punkte wie beim Rennen in Spa, als er nach einer wilden Attacke mit dem Wagen von Jenson Button kollidierte.

Laut Statuten gibt es in der Formel 1 keine Stallorder, von einigen Teams wird die Regel aber stillschweigend unterlaufen, wie auch Ferrari beim Rennen auf dem Hockenheimring demonstrierte, als Alonsos Aufholjagd begann. Die Strategie von Red Bull, Vettel und Webber freie Fahrt für den WM-Titel zu gewähren, hält die französische Zeitung „Liberation“ denn auch für einen taktischen Fehler. „Die Verantwortlichen von Red Bull sind nun mit einem schweren Dilemma konfrontiert: Entweder sie lassen ihren beiden Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber freien Lauf und riskieren, am Ende ohne Titel dazustehen – oder sie nominieren den besser platzierten Webber für die alleinige Jagd nach dem Titel.“

Trotz allem will Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo nicht zu viel Euphorie in seinem Team zulassen. „Wie auch immer, wir müssen mit den Füßen auf dem Boden bleiben“, sagte di Montezemolo. Würde Alonso in São Paulo ausfallen und Vettel gewinnen, wären die beiden vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi punktgleich.

„Es ist noch nicht vorbei“, sagte Vettel und fügt hinzu: „Wie sagt mein Freund Gerhard Berger so schön: Formel 1 ist, dass es immer anders kommt, als man denkt.“

dpa

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