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Sportbuzzer Waspo 98 fliegt im Schnelldurchgang raus
Sportbuzzer Waspo 98 fliegt im Schnelldurchgang raus
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00:15 27.05.2015
Von Norbert Fettback
Symbolbild  Quelle: dpa
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Hannover

Die Meldung auf der Facebookseite des Vereins ließ mehr als sieben Stunden auf sich warten. Kein gutes Zeichen, denn ansonsten sind die Lindener von der schnellen Sorte. Vor allem dann, wenn sie erfolgreich sind. Doch seit Sonntag steht Waspo 98 als der große Verlierer da. Deutscher Wasserballmeister wollte der Club werden, nun ist er schon im Halbfinale gescheitert. Nach gerade einmal drei Spielen: Schlimmer hätte es nicht kommen können. Bernd Seidensticker, Freund markiger Worte, kommentierte den schmerzhaften K. o. gegen den ASC Duisburg auf seine Weise: „Wir haben die Fresse vorher aufgerissen und dann unser Versprechen nicht eingehalten“, sagte der Vereinschef. „Dann muss man damit rechnen, auf der Bühne mit Eiern beworfen zu werden.“

Waspo 98 steht als der große Verlierer da. Deutscher Wasserballmeister wollte der Club werden, nun ist er schon im Halbfinale gescheitert. Nach gerade einmal drei Spielen.

Und er hat recht. Sauber herausgekommen aus der geplanten Nummer, den Titel nach einer gefühlten Ewigkeit wieder nach Hannover holen zu wollen, sind die Lindener nicht. Dabei war die Weste gegen die Duisburger nach der Punkterunde noch blütenweiß. Doch den zwei Siegen folgten jetzt, als es drauf ankam, drei Niederlagen am Stück. Zuletzt hieß es im Volksbad Limmer vor jeweils rund 250 Zuschauern 8:9 (3:1, 3:3, 1:3, 1:2) und 3:5 (0:0, 1:2, 1:1, 1:2). Die Duisburger konnten ihr Glück kaum fassen, die Waspo-Truppe glich einem Häufchen Elend.

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Die Schuldzuweisungen gingen diesmal an die eigene Adresse. „Die Duisburger haben sich gesteigert und haben gekämpft“, sagte Trainer Karsten Seehafer. „Wir konnten das als Mannschaft nicht kompensieren, was individuell nicht klappte.“ Clubchef Seidensticker meinte, die Waspo-Mannschaft sei „verdient ausgeschieden“. Und gab als Nächstes die Marschroute für die kommende Saison vor: „Es gilt, im entscheidenden Moment Spiele zu gewinnen. Dazu brauchen wir das nötige Sieger-Gen.“

Das fehlte jetzt ausgerechnet Spielern, auf die sonst fast immer Verlass war. In beiden Heimspielen etwa gelang dem formschwachen Erik Bukowski kein einziges Tor. Auch Mate Balatoni (1) und Bence Toth (2) machten es nicht viel besser. Vor allem das Überzahlspiel erwies sich als große Schwäche. An die 30-mal habe Waspo in den drei Spielen einen Mann mehr im Wasser gehabt, sagte Seehafer. Dieser Vorteil habe sich aber nur in vier Treffern niedergeschlagen. Er sieht sich selbst auch nicht schuldlos. „Wir haben es nicht hinbekommen, dass die Mannschaft zum richtigen Zeitpunkt topfit ist.“

Weiter geht es vom 10 Juni an mit Spielen um Platz 3 gegen den SSV Esslingen, was im Erfolgsfall die Teilnahme an der Champions League verspricht. Zur neuen Saison soll zudem ein Verjüngungsprozess eingeleitet werden. Interesse hat Waspo nach HAZ-Informationen gleich an drei Spielern vom Lokalrivalen White Sharks: Torwart Kevin Götz sowie Wolf Moog und Jonas Reinhart. Götz kündigte eine Entscheidung „in den nächsten 14 Tagen“ an.

Sharks wieder international: Versöhnlich ist die Saison für die White Sharks zu Ende gegangen. Mit dem Sieg beim Turnier um den 5. Rang in der Meisterschaft gelang wie im Vorjahr die Qualifikation für den Euro Cup. Entscheidend war ein 13:12 gegen Bayer Uerdingen. Im ersten Spiel um den Bronzeplatz bei den Frauen unterlag der Hannoversche SV mit 8:12 bei Nikar Heidelberg.

Von Norbert Fettback
und Jörg Grußendorf

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