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Sportbuzzer Waspo 98 gewinnt den Wasserball-DSV-Pokal
Sportbuzzer Waspo 98 gewinnt den Wasserball-DSV-Pokal
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22:18 29.01.2017
Waspo 98 ist jetzt Pokalsieger. Quelle: Archiv/Petrow
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Am Ende sah man nur noch glückliche Hannoveraner in Düsseldorf. Mit einem Bierchen in der Hand, den Pokal vor sich posierten sie freudestrahlend für den Fotografen. Vorher hatten sie etwas geleistet, von dem alle bei Waspo 98 Hannover lange geträumt hatten, aber vor dem Final Four doch skeptisch gewesen waren. Zu lange waren die Wasserballer diesem Ziel hinterhergelaufen. Jetzt ist der große Wunsch endlich zur Wahrheit geworden. Waspo 98 ist deutscher Pokalsieger, bezwang zunächst im Halbfinale Wasserfreunde Spandau und dann im Finale ASC Duisburg.

„Es ist eine Genugtuung“, sagte Trainer Karsten Seehafer. „Und es ist ein großartiges Gefühl.“ Schon seit 2003 hatte der hannoversche Traditionsverein auf einen nationalen Titel warten müssen. Jetzt haben sie ihn endlich geholt.

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Voraussetzung für diesen Erfolg war eine Glanzleistung beim 9:4 (2:0, 2:0, 3:1, 2:3) gegen Spandau. „Noch nie“, sagte Seehafer, „weder als Spieler noch als Trainer war ich Teil einer Mannschaft, die die Berliner derart dominiert hat.“ Ein überragender Torwart Roger Kong, eine souveräne Defensive um Kapitän Predrag Jokic und ein glänzender Darko Brguljan im Angriff sorgten für einen nie gefährdeten Sieg. „Es war eine Demonstration unserer Klasse“, sagte Seehafer. „Es hat bei uns alles gepasst.“

Tags darauf im Endspiel gegen Duisburg ging es beim 10:9 (2:2, 1:3, 3:2, 4:2) knapper zu. Aber am Ende war Waspo 98 der verdiente Sieger. „Jetzt beginnt für Spandau die Zeit, sich an Niederlagen gewöhnen zu müssen“, sagte Waspo-Präsident Bernd Seidensticker. Es ist eine klare Kampfansage: Waspo will jetzt auch Meister werden. Bei allem Lob für seine Spieler vergaß Seehafer auch seine Assistenten nicht – und hob einen besonders hervor: Konditionstrainer Kalle Windt. „Die Jungs waren topfit“, sagte der Chefcoach, „das ist sein Verdienst.“

Waspo-Tore gegen Spandau: Brguljan (4), Jokic (2), Sekulic, Radovic und Estrany. Gegen Duisburg: Brguljan, Radovic (beide 3), Seculic (2), Corusic und Bukowski.     

Von Jörg Grußendorf

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