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Sportbuzzer Gestern Kreisklasse – nun bald Meister?
Sportbuzzer Gestern Kreisklasse – nun bald Meister?
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13:19 18.05.2015
Von Norbert Fettback
„Da ist jedes Training anstrengender“: Erik Bukowski (Mitte) vom Favoriten Waspo 98 nimmt Maß im Duell mit dem Lokalrivalen White Sharks. Quelle: Petrow
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Hannover

Beim Vereinschef war die Kritik nicht zu überhören. „Das war ein Spiel auf Kreisklasseniveau“, sagte Bernd Seidensticker, Präsident des Wasserball-Bundesligisten Waspo 98 Hannover. Ein 13:6 (5:2, 4:1, 2:1, 2:2) für seine Mannschaft im Stadtderby mit den White Sharks zeigte die Anzeigetafel im Stadionbad an, es war der zweite deutliche Sieg im zweiten Viertelfinal-Play-off-Spiel. Und dem Vernehmen nach nicht mehr als die lästige Pflichtübung, um sich den wichtigen Dingen dieser Sportart widmen zu können. Im Meisterschafts-Halbfinale geht es vom 20. Mai an nun gegen den ASC Duisburg, und nicht nur der Modus (jetzt „Best of 5“) ist dann anders. „Für uns geht die Saison nun erst richtig los“, sagte Waspo-Trainer Karsten Seehafer. Die Kritik Seidenstickers versuchte er zu relativieren. Gegen unterlegene Kontrahenten wie die White Sharks sei es gerade für erfahrene Spieler schwierig, Spannung aufzubauen. „Da ist jedes Training anstrengender.“ Dass beide Vereine wohl keine Freunde werden, zeigte sich im Schlussviertel, als für Ilja Immermann (Waspo) und Attila-Hamza Demir (Sharks) das Spiel nach einem überharten Duell vorzeitig zu Ende war.

Torschützen, für Waspo: Bukowski (3), Schlotterbeck, Jokic, Bolovic (je 2), Balatoni, Haarstick, Toth und Paunovic. Sharks: Cagalinec, Reinhart (je 2), Moog und M. Götz.

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„Das war das schlechteste Spiel seit Saisonbeginn.“ Trainerin Anja Skibba fand nach der 9:13 (0:3, 2:4, 4:3, 3:3)-Niederlage der Wasserballerinnen des Hannoverschen SV gegen Blau-Weiß Bochum klare Worte. Das Team verspielte damit noch den 2. Tabellenplatz, den nun der punktgleiche Kontrahent innehat: Die Westdeutschen schlugen am Sonntagabend auch den SC Chemnitz (10:6) und haben im Meisterschafts-Play-off die bessere Ausgangsposition. Der HSV startet Himmelfahrt zwar mit einem Heimspiel ins Halbfinale, müsste nach dem „Best of 3“-Modus am Wochenende aber möglicherweise zweimal in Bochum spielen.
Das Malheur beim HSV begann mit einem von Bryony Smith vergebenen Fünfmeter. „Wir hätten mit 3:0 vorne liegen können“, sagte Skibba. Stattdessen hieß es Mitte des zweiten Durchgangs 0:5 – die Gäste zeigten ihre ganze Cleverness. Beim HSV hofft man, dass diese Niederlage ein Weckruf zur rechten Zeit war.

Tore für den HSV: I. Deike (4), Bujka (3), G. Deike und Schladensky.

Lokalrivale Waspo 98 beendete die Punkterunde mit einer 7:9 (1:4, 2:1, 4:2, 0:2)-Niederlage bei Nikar Heidelberg und damit auf Platz 6. Bis zu Beginn des letzten Viertels (7:7) war es ein Spiel nahezu auf Augenhöhe, nachdem die Gäste einen 1:4-Rückstand aufgeholt hatten.

Tore für Waspo: Thiele, Paland, Gelse (alle 2) und Sarnowski.

08.05.2015
Norbert Fettback 07.05.2015
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