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Sportbuzzer Waspo 98 sichert sich mit Kraftakt den 2. Platz
Sportbuzzer Waspo 98 sichert sich mit Kraftakt den 2. Platz
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15:40 29.03.2015
Von Stefan Dinse
Das Tor des Tages: Bence Toth wird von Dennis Eidner (links) und Julian Real attackiert. Er lässt sich aber nicht untertauchen, erzielt per Gewaltwurf das 6:4 für Waspo 98.
Das Tor des Tages: Bence Toth wird von Dennis Eidner (links) und Julian Real attackiert. Er lässt sich aber nicht untertauchen, erzielt per Gewaltwurf das 6:4 für Waspo 98. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Das Nichtschwimmerbecken des hannoverschen Stadionbads ist hinterher zum Ruhepool für die Wasserballer von Waspo 98 geworden. Entspannt und gelöst feierte der Gastgeber den 8:6-Sieg (1:2, 1:1, 2:0, 4:3) über den ASC Duisburg, der ihnen den 2.Platz in der Bundesliga, Hauptrunde A, sicherte. Jeder durfte Boton, den kleinen Sohn von Ersatztorhüter Marton Sagi, bespaßen. Der Einjährige plantschte in einem Schwimmreifen sitzend und strahlte mit den Spielern um die Wette. „Unser Erfolg ist verdient, wir waren besser - das konnten alle sehen“, stellte Trainer Karsten Seehafer fest.

Die mehr als 500 Besucher im Stadionbad konnten sich besonders von den beeindruckenden Abwehrqualitäten beider Teams überzeugen konnten. Der Montenegriner Pedrag Jokic erwies sich im Deckungsbollwerk der Hausherren als mit allen Wassern gewaschen. Das nötigte auch Gäste- und National-Interimstrainer Arno Troost Respekt ab: „Er ist wirklich sehr stark. Wir haben uns schwer getan, Chancen zu kreieren.“

Als die Rheinländer nach dem Wechsel dann zu klaren Möglichkeiten kamen, hielt Nationaltorwart Roger Kong überragend. „Und Bence hat getroffen, als es eng wurde“, lobte Kong seinen ungarischen Mitstreiter, der eigentlich in erster Linie mit defensiven Aufgaben betraut ist. Bence Toth wurde zum Spieler des Tages erkoren, sein Treffer zum 6:4 war ebenso wuchtig wie der zum 7:5, als der Ball von der Unterlatte an den Hinterkopf von Schlussmann Moritz Schinkel und ins Tor prallte.

„Mit Toth und Jokic haben wir die besten Ausländer in der Bundesliga und sind endgültig die Herausforderer von Meister Spandau 04“, sagte Waspo-98-Vorsitzender Bernd Seidensticker vollmundig. Er nannte den Sieg „schmutzig, aber verdient“. Im Viertelfinale könnte der Gegner White Sharks Hannover heißen, im Halbfinale (Best-of-three-Serie) hätte Waspo 98 zweifach Heimrecht - wohl wieder gegen die Duisburger.

Tore für Waspo 98: Toth(3), Bolovic 2, Bukowski, Balatoni, Jokic.

Waspo 08 bezwingt Verfolger ASC Duisburg in der Wasserball-Bundesliga mit 8:6. Die besten Bilder des Spiels.

Für die White Sharks Hannover lief es zeitgleich vor 80 Zuschauern im Sportleistungszentrum dagegen weniger glücklich. Sie verloren den Kampf um Platz 6 der Hauptrunde A gegen den SV Cannstatt mit 7:10 (0:2, 3:1, 2:5, 2:2). Als Siebte müssen die Haie in den Pre-play-offs gegen den OSC Potsdam bestehen, andernfalls geht es in die Abstiegsrunde. „Noch ist für uns nichts verloren“, sagte Sharks-Vorsitzender Jörg Deike. In einer überharten Partie traf Jonas Reinhart erst nach zehn Minuten mit einem abgefälschten Ball zum 1:2. Entscheidend war indes der Verweis gegen Pavle Japaridze. Der Georgier war beim Stand von 5:7 mit Ex-Auswahlspieler Florian Naroska aneinander geraten. „Pavle wurde unter Wasser gezogen, hat sich provozieren lassen und zurückgeschlagen“, sagte Deike. Es gab einen Strafwurf, die Haie spielten ein Viertel in Unterzahl.

Tore für die White Sharks: Deike 3, Reinhart 2, Molnar, Moog.

In der Hauptrunde B besiegte die SpVg Laatzen Mitaufsteiger SGW Leimen/Mannheim mit 13:7 (1:2, 7:1, 4:1, 1:3). „Wir sind mit der Punktrunde zufrieden“, kommentierte Kapitän Tobias Müller, dessen Teamkollege Alexander Keding (3 Tore) am besten traf. In den Play-downs trifft die SpVg auf den Verlierer aus SV Cannstatt gegen SVV Plauen. Die Bundesliga-Frauen der Waspo 98 konnten sich beim 9:8 (3:4, 2:3, 2:0, 2:1) in Hamburg über den Eimsbütteler TV mit 9:8 auf Torhüterin Jana Lueg verlassen. Sie wurde zur Spielerin des Tages gewählt.

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