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Sportbuzzer Wester fliegt weit, Onnen ärgert sich
Sportbuzzer Wester fliegt weit, Onnen ärgert sich
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19:14 21.05.2017
Auf dem Sprung zum Sieg: Alexandra Wester (oberes Bild) aus Köln wartete beim FHDW-Meeting in Garbsen mit der besten Leistung im Weitsprung auf.
Auf dem Sprung zum Sieg: Alexandra Wester (oberes Bild) aus Köln wartete beim FHDW-Meeting in Garbsen mit der besten Leistung im Weitsprung auf.
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Garbsen

Das FHDW-Springer-Meeting war auch bei seiner 18. Auflage von zahlreichen Topleistungen, Rekorden und persönlichen Bestleistungen geprägt. Die 900 Zuschauer im Garbsener Stadion am Planetenring bejubelten besonders die Meeting-Rekorde von Dreispringer Max Heß (Chemnitz, 17,02 Meter) und Weitspringerin Alexandra Wester (Köln, 6,79). Beide erfüllten ebenso wie Dreispringerin Kristin Gierisch (Chemnitz, 14,29) die Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für die Weltmeisterschaft in London.

Nur eine Disziplin erfüllte nicht die Erwartungen: der Hochsprung der Männer. In dem Feld mit vier Olympiateilnehmern von Rio de Janeiro kam insbesondere Lokalmatador Eike Onnen (Hannover 96) nicht in Gang. Der 35-Jährige landete mit 2,18 Metern auf Rang fünf, in der Vorwoche hatte er bei den hannoverschen Bezirksmeisterschaften noch 2,30 Meter überquert.

Für den Sieg reichten dem Mexikaner Edgar Rivera 2,24 Meter, die folgenden Versuche über 2,31 Meter riss er allesamt. Und Luis Castro aus Puerto Rico, Sieger von 2014 und 2015, sowie der kurzfristig nachgemeldete deutsche Hallenmeister Mateusz Przybylko (Leverkusen) kamen nicht höher als 2,20 Meter.

Einzig U23-Junior Falk Wendrich (Soest) bot eine positive Überraschung. Schon die erreichte U23-EM-Norm von 2,20 Meter ließ ihn jubeln. Als Gesamtzweiter schaffte er noch 2,22 Meter. „Das hat Falk sehr gut gemacht“, urteilte Eike Onnen, der die eigene Leistung mit einem Lächeln, aber auch Selbstkritik kommentierte. „Über meine Sprünge habe ich mich aber dennoch geärgert. Es hat sich gezeigt, dass mein neuer Anlauf noch nicht so stressresistent ist. Das Klatschen der Leute hat mich aus meinem Anlauf-Rhythmus gebracht“, sagte er.

Schwester Imke Onnen dagegen hatte Grund zur Freude. Nach einem Jahr Verletzungspause trat sie wieder an, meisterte alle Höhen bis 1,81 Meter im ersten Versuch und brauchte für 1,84 Meter zwei Versuche. Nur deshalb lag sie hinter der höhengleichen Bremerin Mareike Max auf Rang zwei. „Ich bin einfach nur glücklich“, meinte sie nach ihrer starken Rückkehr.

Eine Premiere gelang dem Dreisprung-Europameister Heß. Der Sachse als Erster in Garbsen über die 17-Meter-Marke. „Jetzt will ich bei der WM auch unter die Top Acht“, sagte der 20-Jährige, der vor fünf Jahren als Nobody erstmals in Garbsen auftauchte und danach schon einige Sieger verbuchte.

Und Weitsprung-Siegerin Wester beeindruckte mit ihrer Nervenstärke. Nach zwei Fehlversuchen drohte ihr nach dem dritten Durchgang das vorzeitige Aus. Doch sie behielt die Ruhe, flog im dritten Versuch auf 6,79 Meter und übernahm die Führung.

Wester übertraf mit diesem Sprung auch die bisher beste Leistung im Frauen-Weitsprung beim Garbsener Meeting. Sosthene Moguenara hatte vor fünf Jahren mit 6,76 Metern das bisherige Maß der Dinge gesetzt.

Von Matthias Abromeit

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