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Sportbuzzer „Zu früher Tod“: Jena trauert um Torwart Enke
Sportbuzzer „Zu früher Tod“: Jena trauert um Torwart Enke
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17:42 11.11.2009
Auch Jena trauert um Robert Enke. Quelle: ddp
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Mit Tränen in den Augen trugen sich am Tag nach dem Unglück zahlreiche Menschen in das Kondolenzbuch im Jenaer Stadion ein. Der Ex-Torwart von Hannover 96 war seiner Geburtsstadt immer besonders verbunden. Seine mittlerweile getrenntlebenden Eltern wohnen beide noch in Thüringen. Und auch seine Witwe Teresa stammt aus der Saalestadt.

„Für uns alle ist das ein großer Schock. Robert war immer sehr ehrgeizig und hat im sportlichen Bereich alle seine Ziele erreicht. Sein viel zu früher Tod trifft uns alle sehr“, sagte am Mittwoch Uwe Dern, der Mannschaftsleiter von Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena. Enke hatte sich in der Nähe seines Wohnortes bei Hannover von einem Regionalzug überfahren lassen. Er hinterlässt seine Ehefrau und eine acht Monate alte Adoptivtochter.

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„Die Mannschaft hat die Nachricht mit Bestürzung aufgenommen. Auch wenn viele Robert nicht kannten, lässt so etwas niemanden kalt“, sagte Carl-Zeiss-Trainer René van Eck. In Torsten Ziegner zählte ein aktueller Jenaer Spieler zu den Freunden von Enke. „Deswegen habe ich Torsten am Mittwoch freigestellt, ob er mittrainieren möchte oder erstmal eine Pause einlegen möchte“, sagte van Eck.

Physiotherapeut Mario Röser, Co-Trainer Mark Zimmermann und Sportdirektor Heiko Weber spielten früher mit Enke in einem Team. Bei ihrer nächsten Partie werden die Jenaer einen Trauerflor zu Ehren des Ex-Spielers tragen. Weitere Formen der Kondolenzbekundung sowie eine mögliche Unterstützung für die Hinterbliebenen ließ der Verein offen.

Beim Traditionsclub Carl Zeiss Jena hatte Enke ab 1985 sein Handwerk gelernt, bevor er 1996 nach Mönchengladbach gewechselt war. Seine ersten Gehversuche im Fußball unternahm er aber beim SV Jenapharm Jena - damals noch als Feldspieler. „Er war für unsere Torhüter immer ein Vorbild. Er hat ihnen gezeigt, dass man auch aus einem kleinen Verein zum Nationaltorhüter aufsteigen kann“, sagte Spieler Michael Böhme vom SV Jenapharm der „Ostthüringer Zeitung“. Auch bei seinem ersten Profiverein teilt man diese Einstellung. „Wir haben uns immer sehr über seine Erfolge gefreut. Schade, dass sein Leben nun viel zu früh zu Ende gegangen ist“, betonte Dern.

lni

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