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Sportbuzzer Zufriedene Niedersachsen bei den Paralympics
Sportbuzzer Zufriedene Niedersachsen bei den Paralympics
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17:01 09.09.2012
Die Sitzvolleyballer um den Celler Torben Schiewe gewannen am Sonnabend den Krimi gegen Russland Quelle: dpa
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London

Dabei musste das Nationalteam am Ende sogar einen Matchball abwehren, ehe die Spieler erst aufsprangen und dann wieder am Boden liegend ein Jubelpulk bildeten. Selbst dersonst so verhaltene Bundestrainer Rudolf Sonnenbichler krabbelte aufs Feld legte sich auf den Rücken und streckte losgelöst alle Viere von sich. „Den Traum, den wir so lange hatten, haben wir nun verwirklicht“, freute sich Spieler Jürgen Schrapp. „Wir haben ein verrücktes Team und uns diese Medaille verdient.“

Sechs Paralympioniken waren für Niedersachsen an den Start gegangen. Die erste Medaille hatte Radrennfahrer Bernd Jeffré am Mittwoch im Zeitfahren über 16 Kilometer mit Bronze gewonnen. Am Freitag fuhr Vico Merklein im Straßenrennen zu Silber. „Meine Arme tun auch noch einen Tag später weh und sind blau“, sagte Merklein, der wie Jeffré für den GC Nenndorf startet, einen Tag nach dem Rennen. Die Freude über die Medaille war trotzdem an seinem Gesicht abzulesen. „Da genieße ich selbst die Schmerzen“, sagte Merklein.

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Ohne Medaillen gingen Reiterin Lena Weifen, Sportschütze Frank Heitmeyer und Bogenschütze Matthias Alpers aus.

Auch der Hannoveraner Reinhold Bötzel, der für Koblenz startete und daher nicht zum Niedersachen-Team gehörte, schaffte es nicht aufs Treppchen. Er scheiterte an 1,90 Metern und wurde Siebter. „Schade, dass ich die unglaubliche Stimmung im Stadion nicht länger genießen konnte“, ärgerte sich Bötzel nach dem Wettkampf. Es waren seine letzten Paralympics. Nach der WM in Nyon im kommenden Jahr sei Schluss mit dem Leistungssport. „Ich habe so hart trainiert, jetzt will ich endlich mein Leben genießen“, sagte der Hochspringer.

Von Manuel Becker

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