Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Foodtrends Wie gut sind Hannovers neue Burger-Läden?
Thema F Foodtrends Wie gut sind Hannovers neue Burger-Läden?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:16 16.11.2016
Auch Hannover ist dem Burger-Wahn erlegen, allein in diesem Herbst eröffneten drei neue Restaurants in der Stadt.  Quelle: HAZ

Hamburger mit Nusspesto, mit Trüffel, vegetarisch, vegan oder gar im türkischen Stil mit Sucuk? Das ist die Realität auf dem Fast-Food-Markt. Dabei sind vor allem Burger aus der Esskultur nicht mehr wegzudenken. Als Industrieprodukt eroberte er im 20. Jahrhundert die Welt, und heute entdecken Gourmetköche das Frikadellenbrötchen als Spielwiese. Auch Hannover ist dem Burger-Wahn erlegen, allein in diesem Herbst eröffneten drei neue Restaurants in der Stadt. Musste das sein? Wir machen den Test:

Kuhnstwerk: Verspielt

Experiment ist hier Programm. Schließlich heißt der Laden in der Röselerstraße nicht umsonst Kuhnstwerk. Schon im Leinegold früher warf Sebastian Fried gerne noch etwas Glitter über die Gerichte, in seinem neuen Restaurant testet er die Grenzen des Burgers aus. Das klingt vielversprechend: Rindfleischchips, Mozzarella, getrocknete Tomaten, Knoblauch-Olivensoße auf dem „Ciao Bello“ (9,50 Euro) etwa, zwischen zwei Hälften eines Dinkel-Mehrkorn-Brötchens.

Hannover hat ein neues Burger-Restaurant: Das KUHnstwerk hat in der Röselerstraße eröffnet.

Doch das Brot ist leider etwas trocken, vom Käse nicht viel zu entdecken, Fleischchips sowie Tomaten stören nicht groß. Dafür sind die 150 Gramm Rindfleisch perfekt medium gebraten. Besser schmeckt uns „Bastis Kuhnstwerk“ (9,90 Euro) mit gebratenen Champignons, Baconmarmelade, Malzbierzwiebeln sowie Käse- als auch Kräutersoße. Eine runde, harmonische Sache, auch wenn das sogenannte Ketchup-Leder, im Ofen getrocknete Tomatensauce, dann doch etwas sehr verspielt wirkt. Übrigens der einzige der neuen Burgerläden mit Service am Tisch – flink und freundlich.Auffällig: Der Weg zur Toilette führt ins öffentliche Parkhaus nebenan. Die dafür nötige Münze gibt’s am Tresen.

Kuhnstwerk, Röselerstraße 7, geöffnet Montag bis Sonnabend 11 bis 22 Uhr, Sonntag geschlossen. Kontakt: (05 11) 35 34 45 22, www.kuhnstwerk.com

Louis: Für Zwischendurch

Etwas ungelenk nennt sich Louis Finest Burgers & Steaks in der Schillerstraße „Live Style Boutique Restaurant“. Eröffnet hat es Birgitt Rüter, die langjährige Inhaberin des Central-Hotel Kaiserhof. Die Einrichtung erinnert am ehesten an Fast-Food-Restaurants, bestellt wird an der Kasse, schnelles Essen in der Shoppingpause garantiert.

Das neue Louis gegenüber des Hauptbahnhofs will mit "kompromissloser Qualität" den Burger perfektionieren.

Das 150-Gramm-Patty – so nennt der Burgerfan die Hackfleischstücke – unseres Cheeseburgers (7,90 Euro) ist nicht mehr ganz medium, aber noch teilweise rosa gebraten. Für Geschmack sorgen zwei Sorten Gurken: eingelegte und frische. Rote Zwiebeln, etwas Tomate und schön zerlaufener Käse machen zudem optisch einen guten Eindruck. Das Brötchen war jedoch etwas trocken. Überzeugend finden wir den Roasted Chicken Burger (8,50 Euro) mit einem saftigen Stück Hähnchenfleisch und geschmorten Zwiebeln.

Louis Finest Burger und Steaks, Schillerstraße 27, geöffnet Montag bis Sonntag 11 bis 23 Uhr. Kontakt: (05 11) 45 00 01 85, www.louis-burger.de

Lindenblatt: Solide

Das Lindenblatt an der Limmerstraße ist schon länger bekannt für seinen Burger, jetzt gibt es einen Ableger in der Nikolaistraße, der sich ganz auf die Bratlinge konzentriert. Besonders gemütlich geht es dort allerdings nicht zu, kaum Deko, kahle Wände, einfache Stühle und Hocker. Das schärft den Blick fürs Wesentliche: Hinter einer Glasscheibe direkt am Eingang werden die Burger gebraten, der Rauch zieht leider in den Gastraum. Räucheraroma ist also garantiert.

Die "Lindenblatt Burger Bar" hat in der Nähe des Astorkinos eröffnet. Die Burger sind nach Filmen benannt.

Vegetarier können hier ohne Probleme zugreifen: Der fleischlose Burger (im Menü mit Limo und guten Pommes 10,50 Euro) besteht aus einem Kichererbsenpatty, das orientalisch gewürzt und durchaus saftig ist. Auch die Fleischvarianten fügen sich zu einem harmonischen Ganzen. Der Classic Burger (im Menü 10,50 Euro) überzeugt mit geschmorten Zwiebeln, kleinen, gemischten Salatblättern und Tomate. Die Brötchenhälften sind ordentlich angeröstet und nicht zu trocken. Unser Favorit.

Lindenblatt Burger-Bar, Nikolaistraße 1, geöffnet Montag bis Donnerstag 12 bis 21.30 Uhr, Freitag und Sonnabend 12 bis 22 Uhr, Sonntag 12 bis 21 Uhr. Kontakt: (05 11) 8 98 21 62, www.lindenblatt-hannover.de

Noch nicht genug? Hier gibt es fünf weitere Burger-Restaurants im Test.

Von Ralf Heußinger

Jungunternehmerin Alina Zimmermann (25) hat die Erweiterung geschafft: Nach dem vom Fernsehkoch Christian Rach unterstützen Erfolg ihrer ersten Schnellimbissfiliale "Love it healthy" („Wir mögen es gesund“) in der Niki-Passage hat sie am Montag den zweiten Standort in der Osterstraße eröffnet.

Conrad von Meding 10.11.2016

Der Burger-Boom in Hannover hält an: Nun hat in der Nikolaistraße der Burgerladen "Lindenblatt Burger Bar" eröffnet. Da das Restaurant in der Nähe des Astor-Kinos liegt, hat Chefkoch Benjamin Busmann seine Burgerkreationen nach bekannten Filmen benannt.

27.10.2016
Foodtrends KUHnstwerk in der Röselerstraße - Das ist Hannovers neuer Burger-Laden

Der Burger-Boom in Hannover ist noch lange nicht vorbei: Gefühlt im Monatstakt eröffnet ein neuer Burger-Laden in der Stadt. Am Donnerstag in der Röselerstraße – er trägt als Namen das Kunstwort KUHnstwerk und will sich mit Qualität und regionalen Produkten durchsetzen.

Saskia Döhner 13.10.2016