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Hannover hat die Idee fürs Leben Das Platzprojekt: Innovation im Container
Thema H Hannover hat die Idee fürs Leben

Platzprojekt an der Fössestraße

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09:46 22.05.2019
Quelle: Villegas
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Die Containersiedlung auf dem brachliegenden Parkplatz wird von Stadt und Bund finanziell unterstützt und soll jungen Kreativen einen Ort für ihre Forschungen und Projekte bieten.

Gleich rechts neben dem Eingang steht Tim Göbels „Trekkers Huus“, ein Minihotelzimmer mit gemütlichem, breitem Bett, kleiner Toilette und einer Heizung an der Decke. Der liebevoll umgebaute Container ist das Ergebnis seines Konzepts von einer kleinen Wanderhütte aus nachhaltigen Baustoffen. „Ich will zeigen, dass man auch klimaneutral und autark reisen kann“, sagt der 30-Jährige, der für seine Idee von der Bundesregierung als „Kreativpilot“ ausgezeichnet wurde. Die mehrschichtige Dämmung hat der gelernte Verfahrensmechaniker extra für das Projekt entwickelt – wer in der Hütte schläft, soll weder frieren, noch dürfen die Außenwände aus Stahlblech im Sommer zu stark erhitzen. Die Energie wird aus Solarzellen auf dem Dach gewonnen, Toilette und Waschbecken werden mit Regenwasser versorgt. 10.000 Euro und jede Menge eigene Tüftelarbeit stecken in dem Container.

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Eigentlich sind es nur gestapelte Seecontainer, doch öffnen sich beim Platzprojekt an der Fössestraße die stählernen Türen, wird deutlich, wie viel Innovation und praktische Ideen in 12 Quadratmetern stecken können. 

Der Jungunternehmer denkt noch weiter und entwickelt nebenbei ein touristisches Konzept für die Region Hannover, in dem das „Trekkers Huus“ zum Einsatz kommen könnte: „Es gibt hier so viele Wanderwege und Radwege. Für solche Kurzaufenthalte eignet sich mein Minihotel am besten.“ Wer ausprobieren will, wie es sich anfühlt in einem Container aufzuwachen, kann im „Trekkers Huus“ Probeliegen.

Das mobile Hotel ist zwar noch ein Anschauungsobjekt, für 30 bis 35 Euro pro Nacht öffnet Göbel Interessierten die Tür ins gemütliche umweltfreundliche Heim. Mehr Informationen unter www.platzprojekt.de

Massagebox - ein Ruhehort zur freien Nutzung

In Lena Reckewerths Container wabert der Duft von Räucherstäbchen, es herrscht wohlige Wärme, und im hellen Holzregal flackern kleine Kerzen. „Massagebox“ hat die quirlige Kreative ihr Projekt getauft: „Ich wollte einen Ruheort zur freien Nutzung schaffen.“ Seit dem vergangenen November kann jeder, der Massagen, Meditation, Entspannung oder Yoga anbieten will, die Box mieten. Eigentlich lebt Reckewerth in Kanada, doch als sie vor knapp zwei Jahren nach Hannover kam, ließ sie das Platzprojekt nicht mehr los – sie wollte einfach mitmachen. „Morgens hatte ich die Idee, abends stand das Konzept“, erzählt Reckewerth.

Seit dem vergangenen November kann jeder, der Massagen, Meditation, Entspannung oder Yoga anbieten will, kann die „Massagebox“ mieten.

Einen frei zugänglichen Entspannungsraum gäbe es in Hannover noch nicht. Die Massagebox, die sie innerhalb von 14 Monaten komplett selbst ausgebaut hat, sei so etwas wie ein „Experiment“. Auf die Fußbodenheizung ist Reckewerth besonders stolz. 8000 Euro hat die Gründerin in die Wohlfühloase mit der große weißen Massageliege gesteckt. Jetzt hofft sie auf viele Nutzer.

Informationen und Buchung unter www.massagebox-linden.de