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Schreibwettbewerb "Am Anfang steht die Neugier"
Thema S Schreibwettbewerb "Am Anfang steht die Neugier"
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21:55 19.04.2016
Hannah Suppa, stellvertretende Chefredakteurin der HAZ. Quelle: HAZ
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Für die 15. Saison des HAZ-Schreibwettbewerbs haben sich Schüler als Reporter ausprobiert – und eine journalistische Perspektive eingenommen: Sie haben einfach mal gefragt, woher das Flüchtlingskind aus der Nachbarschaft kommt und was eigentlich sein Lieblingsessen ist. Die Schüler haben Flüchtlingshelfer interviewt und sich am Messebahnhof Laatzen unter die Ehrenamtlichen gemischt – und sich so zur Flüchtlingskrise eine eigene Meinung gebildet und diese mit Argumenten gestützt. Es sind erste Schritte auf dem Weg in einen spannenden Beruf. Dass der gar nicht so einfach ist, haben die Schüler dabei auch gelernt. Die Neugier ist der Anfang – und davon haben die Teilnehmer eine Menge.

Der HAZ-Schreibwettbewerb ist in diesem Jahr anders: Bisher haben wir spannende Geschichten von Zeiträuberzwergen, fliegenden Schweinen oder Utopien einer anderen Gesellschaft gelesen. Doch das Fiktionale überlassen wir künftig den literarischen Gattungen – beim Schreibwettbewerb können die jungen Talente jetzt journalistische Darstellungsformen üben. Weil es immer wichtiger wird, Fiktion von Realität zu unterscheiden, Nachricht von Gerücht, Kommentar von Bericht.

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Neuigkeiten verbreiten sich über die sozialen Netzwerke rasant: Doch nicht alles, was bei Facebook mit schmissiger Überschrift zu lesen ist oder das in Blogs als Wahrheit kolportiert wird, enthält Fakten. Gerade für junge Menschen ist es schwierig, diese neue Kommunikation einzuordnen.Es ist Medienkompetenz nötig, um Wahres und Unwahres voneinander unterscheiden zu können – und sich so selbst zu positionieren.

Wir sind beeindruckt, wie feinfühlig und engagiert die Schülerreporter in ihren Recherchen vorgegangen sind. Die Interviews, Kommentare und Reportagen der Teilnehmer zeigen noch einmal eine neue Perspektive des Miteinanders hier in Hannover.

„Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit, nichts ist exotischer als unsere Umwelt, nichts ist fantasievoller als die Sachlichkeit“, so schreibt es Egon Erwin Kisch in „Der rasende Reporter“. Das war 1925 – und es gilt im Jahr 2016 umso mehr.

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