Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Schreibwettbewerb Noch Fragen?
Thema S Schreibwettbewerb Noch Fragen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:43 15.03.2018
Ronald Meyer-Arlt, Feuilleton-Chef der HAZ, findet, dass ein gutes Interview wie ein Gespräch am Nachbartisch sein soll. 

Interviews kann man mit jedem führen. Aber es schadet nicht, wenn der oder die Befragte etwas Besonderes getan oder etwas Besonderes zu sagen hat. Oft kommen in Interviews Prominente zu Wort. Man muss keine Angst vor ihnen haben. Aber man sollte vorbereitet sein.

Jeder, der ein Interview führt, sollte neugierig sein und gleichzeitig wissen, worum es geht. Wenn ein Journalist jemanden fragt: „Was machen Sie eigentlich?“, fragt sich der Leser, warum der Interviewer das denn nicht weiß. Man sollte sich also auskennen.

Andererseits ist es auch nicht richtig, wenn der Interviewer schon alles vorher weiß. Ein Gespräch unter Fachleuten wird langweilig für alle, die sich nicht so gut auskennen. Wer ein Interview führen will, sollte Fragen mitbringen. Es ist gut, die Fragen auf einem Zettel vor sich liegen zu haben. Während des Gesprächs kann man sich Notizen machen. Am besten nimmt man das Interview auf und schreibt es später ab.

Keinesfalls sollte der Interviewer seinen Fragezettel stur abarbeiten. Wichtig ist es, auf den Gesprächspartner einzugehen. Nachfragen sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Man darf auch widersprechen. Ein gutes Interview ist wie ein interessantes Gespräch am Nachbartisch. Wichtig: Es sollte wie gesprochene Sprache klingen. Kurze Sätze sind gut. Abk. (oder etwas in Klammern) sollte man vermeiden. Auch Worte in „Anführungszeichen“ sind meist nicht so gut. Manche schreiben (lacht) in ihr Interview, wenn jemand lacht. Ich rate, darauf zu verzichten.

Man sollte das Interview nicht so abschreiben, wie es aufgezeichnet wurde. Man muss kürzen und verdichten. Es ist üblich, dem Interviewten das Interview zum Gegenlesen zu geben.

Zurück zur Übersichtsseite des HAZ-Schreibwettbewerbs.

Wer eine Reportage schreibt, hat die Möglichkeit, mit Worten zu malen. Anders als in einem sachlichen Bericht geht es in einer Reportage nämlich nicht nur um Fakten.

15.03.2018
Schreibwettbewerb Denkanstöße zum Schreibwettbewerb - Das steckt im Thema "fremd"

Der HAZ-Schreibwettbewerb steht in diesem Jahr unter dem großen Thema "fremd". Der Begriff bietet viele Möglichkeiten sich den vorgegebenen Genres Reportage, Interview und Kommentar zu nähern. Wir geben einige Denkanstöße.

17.12.2015

Rechtschreibung, korrekte Schreibweise der Namen und verständliche Formulierungen: Sorgfalt ist bei der journalistischen Arbeit unverzichtbar. Bevor ihr euren Text abschickt, solltet ihr ein paar Dinge kontrollieren.

18.12.2015