Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Schreibwettbewerb Wie sieht's aus?
Thema S Schreibwettbewerb Wie sieht's aus?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:46 15.03.2018
Simon Benne, HAZ-Redakteur, sagt, dass es bei einer Reportage darauf ankommt, etwas Großes im Kleinen zu zeigen.

Es geht schon um Fakten in einer Reportage. Aber es geht eben nicht nur um Fakten. Wenn jemand eine Reportage schreibt, kann er Geschichten erzählen und mit Worten malen. Anders als in einem sachlichen Bericht geht es in einer Reportage nicht nur darum, ein Geschehen nüchtern wiederzugeben. In einer Meldung könnte es knapp und präzise heißen: „Schützenfest verzeichnet 10 000 Besucher.“ Für eine Reportage hingegen kann ein Reporter einen Schützen auf seinem Gang über den Festplatz begleiten.

Er kann das Flackern der Lichtreklamen dort beschreiben, den Duft der Bratwurst und die Atmosphäre, die zwischen Lüttje-Lage-Stand und Achterbahn herrscht. Dabei ist der Reporter ein Erzähler, aber er denkt sich nie etwas aus: Er beschreibt immer die Realität.

Oft spiegelt sich bei einer Reportage das Große im Kleinen: Am Beispiel eines einzelnen Wahlkämpfers, der unter seinem SPD-Sonnenschirm Kugelschreiber verteilt, kann ein Reporter viele Facetten eines Wahlkampfs veranschaulichen. Ein Reporter kann beschreiben, was er sieht, riecht oder hört. So etwas kann er nicht vom Telefon aus recherchieren. Für eine Reportage muss er raus. Dorthin, wo etwas geschieht – zum  Polizeieinsatz oder ins Flüchtlingsheim. Er darf nicht einfach nur Tatsachen schildern, er muss Szenen und Handlungen beschreiben.

Oft beginnen Reportagen mit einer besonders eindrucksvollen Szene. Dann wechseln sich Fakten mit Beschreibungen ab. Lebendig wird eine Reportage durch Zitate in wörtlicher Rede – und dadurch, dass der Reporter sie in der Gegenwartsform erzählt. Die Reportage braucht interessante Orte, bemerkenswerte Menschen und spannende Szenen. Wie eine Dokumentation im Fernsehen auch.

Zurück zur Übersichtsseite des HAZ-Schreibwettbewerbs.

Schreibwettbewerb Denkanstöße zum Schreibwettbewerb - Das steckt im Thema "fremd"

Der HAZ-Schreibwettbewerb steht in diesem Jahr unter dem großen Thema "fremd". Der Begriff bietet viele Möglichkeiten sich den vorgegebenen Genres Reportage, Interview und Kommentar zu nähern. Wir geben einige Denkanstöße.

17.12.2015

Rechtschreibung, korrekte Schreibweise der Namen und verständliche Formulierungen: Sorgfalt ist bei der journalistischen Arbeit unverzichtbar. Bevor ihr euren Text abschickt, solltet ihr ein paar Dinge kontrollieren.

18.12.2015

Interview, Reportage und Kommentar statt fiktionaler Texte: In diesem Jahr ist beim HAZ-Schreibwettbewerb alles ein wenig anders. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um Teilnahme, Texte und Jury.

22.01.2016