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Schreibwettbewerb Wie finden wir das?
Thema S Schreibwettbewerb Wie finden wir das?
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11:50 15.03.2018
Felix Harbart muss als HAZ-Lokalchef häufig Stellung beziehen. Manchmal gibt das Ärger, manchmal Lob, und beides muss sein.

Ist ja schön und gut, dass in der Zeitung steht, was in der Stadt, im Land und in der Welt so passiert. Dafür ist die Zeitung, zunächst mal, da. Aber reicht das? In manchen Fällen schon. Oft aber möchte der Leser noch etwas anderes wissen: Was habe ich von dieser Information zu halten? Dass sie das erklären kann und will, zeichnet die Zeitung aus.

Ein guter Kommentator hat also eine klare Meinung. Die fasst er, möglichst am Anfang des Kommentars, in eine These. Zum Beispiel: Die Idee, dass im hannoverschen Rat SPD, Grüne und FDP zusammenarbeiten wollen, ist gut. Oder: Sie ist schlecht. Möglich ist beides, wichtig ist nur, dass man seine These mit guten Argumenten stützt. Egal, für welche Variante man sich entscheidet: Irgendjemandem wird es nicht gefallen. Alles andere wäre eine Überraschung.

Natürlich gibt es zu jeder These auch Gegenargumente. Viele davon kann man vorausahnen und im Idealfall auch schon entkräften.   Auf diese Weise kann man Kritikern gleich den Wind aus den Segeln nehmen und seine eigenen Argumente umso mehr zum Strahlen bringen.

Wirklich gut wird ein Kommentar, wenn dem Autor Fragestellungen einfallen, die etwas tiefer gehen. Zum Beispiel: Kann es vielleicht sein, dass SPD und/oder Grüne gar nicht so traurig darüber sind, dass sie neuerdings die FDP mit ins Boot holen müssen? Oder: Kann es vielleicht sein, dass der kleinste Partner in dem neuen Bündnis gar nicht der schwächste ist? Wenn man der Sache grundsätzlich kritisch gegenübersteht, kann auch ein eigener Lösungsvorschlag nicht schaden: Wie wäre es zum Beispiel mal mit Rot-Rot-Grün?

Wichtig beim Kommentieren: Sachlich und gelassen bleiben, nicht zu sehr auf die Sahne hauen. Das wirkt nur unseriös.

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