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Schützenfest Hannover Das ist neu beim Schützenfest in Hannover
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20:02 26.06.2017
Von Uwe Janssen
Oberbürgermeister Stefan Schostok und Schützenpräsident Paul-Eric Stolle bei der Vorstellung des Fest-Programms. Quelle: Rainer Droese
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Hannover

Es soll moderner werden, es soll die Traditionen wahren, es soll familienfreundlicher sein, und die Sicherheit spielt ohnehin eine besondere Rolle. Für das hannoversche Schützenfest, Ausgabe 488, haben sich die Verantwortlichen in diesem Jahr viel vorgenommen. Freitag geht es mit der Bruchmeisterverpflichtung im Rathaus los, am 9. Juli nach dem Zapfenstreich um 22.30 Uhr weiß man dann mehr.  

Oberbürgermeister Stefan Schostok und Schützenpräsident Paul-Eric Stolle stellen das Programm des Schützenfestes vor. Im Zentrum steht ein neugestalteter "Schützengarten" mit Bäumen, Kübelpflanzen und Lichterketten.

Drei Jahre für Renovierung

Dass trotz aller Traditionen etwas passieren muss, war schon nach dem besucherschwachen Fest 2016 und dem Rückzug des langjährigen Organisators Klaus Timaeus klar. „Wir haben uns drei Jahre gegeben, um dieses Fest zu renovieren“, sagt Schützenpräsident Paul-Eric Stolle.

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Renoviert werden soll unter anderem auf dem Platz, wo das sogenannte Rundteil im Zentrum aufgewertet werden soll zu einem „Ort des Genießens, an dem man auch einmal zur Ruhe kommen soll“, wie der städtische Eventmanager Ralf Sonnenberg sagt, der viele Aufgaben von Timaeus übernommen hat. In diesem „Schützengarten“ soll es gute Weine zu trinken geben.

Drumherum stehen in diesem Jahr sechs Ausschankbuden weniger als bisher. Am Rundteil wird das „Niedersachsenhaus“ wiederbelebt, nicht im Zelt, sondern in einer Holzhütte mit Außenplätzen.

Werben will man mehr, auch in sozialen Netzwerken, auch verstärkt um Kinder und Familien. Mit einem Familientag inklusive Maskottchenparade am 5. Juli und einer „Star Wars“-Parade am 8. Juli soll neues Publikum gewonnen  und zurückgewonnen werden. Es gibt zehn neue Fahrgeschäfte, unter anderem das „Laser Pix“, eine Geisterbahn mit Videoanimationen.

"Im Doubliertritt, Marsch!" lautet das traditionelle Startzeichen für den längsten Schützenausmarsch der Welt - dann geht es los. Auf einer Strecke von vier Kilometern ziehen rund 10.000 Teilnehmer, 50 Festwagen und 100 Kapellen vom Neuen Rathaus aus durch die City zum Festplatz.

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen

Die größte Neuerung des Schützenfests 2017 ist das Sicherheitskonzept. Wie schon bei Großkonzerten der vergangenen Wochen oder der Fête de la Musique soll auch auf dem Schützenfest deutlich sichtbar sein, dass etwas getan wird. Ein privater Sicherheitsdienst  wird Besucher an den fünf großen Eingängen des Platzes kontrollieren, nach Sonnenbergs Aussagen „deutlich spürbarer als eine Stichprobe, aber mit angemessener Ansprache“.

Alle kleineren Zugänge werden gesperrt. Neue Beleuchtung und Beschallungstechnik sollen eine Platzräumung bei akuter Gefährdung erleichtern. Die Polizei richtet eine Wache nahe dem Rundteil ein.  Die Öffentlichkeit solle erfahren, dass das Fest „eine Veranstaltung ist, die sicher sei und gut begleitet wird“, sagt Sonnenberg

Beim Ausmarsch am Sonntag, bei dem rund 10 000 Menschen vom Rathaus durch die Innenstadt zum Schützenplatz ziehen, dürfen Lkw ab 3,5 Tonnen nicht in die Innenstadt fahren – die Lehren aus den Terrorakten von Nizza oder Berlin.

Ein Fest unter Beobachtung. Auch intern. Stefan Schostok sagte gestern: „Wir wollen dieses Schützenfest weiterhin als Volksfest Nummer eins bei den Bürgerinnen und Bürgern sehen.“ Am 9. Juli ist man schlauer.

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