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Die Hells Angels in Hannover Staatsanwälte öffnen Hanebuth-Akten
Thema Specials Die Hells Angels in Hannover Staatsanwälte öffnen Hanebuth-Akten
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21:32 21.10.2013
Im Juli waren 18 Höllenengel auf Mallorca bei einer Razzia verhaftet worden. Quelle: dpa
Hannover/Madrid

Die großangelegte Aktion, bei der am vergangenen Freitagmorgen eine Hundertschaft der spanischen Polizei gemeinsam mit der Guardia Civil den 49-Jährigen von Mallorca nach Madrid brachte, hat mehrere Hintergründe. Hanebuth wurde nach Madrid geflogen, weil der Prozess gegen den Deutschen sowie 17 andere Mitglieder des mallorquinischen Rockerklubs in der spanischen Hauptstadt stattfinden wird.

In Handschellen auf Mallorca: Der Ex-Chef der hannoverschen Hells Angels, Frank Hanebuth, ist dem Haftrichter auf der Urlaubsinsel vorgeführt worden.

Neben den Höllenengeln wurden nach Informationen der mallorquinischen Zeitung "Ultima Hora" auch 42 weitere Sträflinge von der Baleareninsel auf das Festland verlegt. Nach der Landung in Valencia ging es für die 18 Hells-Angels-Mitglieder mit dem Auto weiter nach Madrid, wo sie in Zweier- und Dreiergruppen auf insgesamt sieben unterschiedliche Gefängnisse verteilt wurden. Auf diese Weise soll offenbar vermieden werden, dass sich die Gruppe im Gefängnis reorganisiert, bevor der Prozess gegen Frank Hanebuth und seine vermeintlichen Komplizen beginnt. Das könnte bald der Fall sein: Nach HAZ-Informationen soll den Anwälten der Gefangenen noch diese Woche Einsicht in die Akten der spanischen Staatsanwaltschaft gewährt werden.

Bei einer Razzia unter Hells Angels auf Mallorca hat die spanische Polizei 25 Verdächtige festgenommen. Die meisten von ihnen stammten aus Deutschland. Unter den Verhafteten ist auch Frank Hanebuth.

Ohne Akteneinsicht können Hanebuths Strafverteidiger keine rechtlichen Schritte gegen die Inhaftierung ihres Mandanten einleiten. Außerdem erhoffen sich die Anwälte dadurch Hinweise auf die konkreten Vorwürfe gegen den einflussreichen Rockerboss. Die Vorwürfe der Ermittler wurden bisher nur pauschal gegen alle Festgenommenen geäußert.

jki

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