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Die Hells Angels in Hannover Hells Angels gründen neuen Klub in der Region Hannover
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11:30 05.06.2013
Von Mathias Klein
Die Rockergruppe der Hells Angels in Hannover war bis zur Auflösung von Frank Hanebuth geführt worden. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Hannover

Die Hells Angels werden seit Jahren mit organisierter Kriminalität in Verbindung gebracht.  „Bei der Neugründung spielen Mitglieder des ehemaligen Charters Hannover eine entscheidende Rolle, insbesondere der ehemalige Anführer“, sagte die Sprecherin des Landeskriminalamtes Hannover, Nadine Bunzler. Die Rockergruppe in Hannover war von Frank Hanebuth geführt worden. Er hatte das Charter zur tonangebenden Gruppe innerhalb Deutschlands gemacht.

Derzeit müsse man noch abwarten, was sich entwickele, sagte die Sprecherin. Aber die Neugründung unter dem Namen „Badland“ zeige, dass die Hells Angels nicht von der Bildfläche verschwunden seien. Nach den Erkenntnissen des Landeskriminalamtes hat das Charter derzeit acht oder neun Mitglieder. „Wir beobachten sehr genau, was da passiert“, sagte die Sprecherin. Ähnlich äußerte sich auch ein Sprecher der Polizei in Hannover. Derzeit gebe es keine Informationen zu Aktivitäten der Gruppierung.

Frank Hanebuth hat das Chapter der "Hells Angels" in Hannover aufgelöst. Immer wieder war die Rockergruppe in die Schlagzeilen geraten.

Auf der Internetseite der neu gegründeten Hells-Angels-Gruppe ist im Impressum Pattensen angegeben. Nach Informationen der HAZ gibt es jedoch in Pattensen keinen Klubraum. Die Hells Angels wollen mit der neuen Gruppe offenbar das westliche Umland abdecken. Hanebuth selbst bestreitet eine Beteiligung. „Ich bin da nicht dabei“, sagte er. Es handele sich um frühere Hells Angels aus Hannover.

In den vergangenen Wochen war es wiederholt zu Neugründungen von Ortsgruppen der Rockervereinigung gekommen. So haben sich Charter in Celle, Bremen, Wilhelmshaven, Wolfsburg und Göttingen neu gegründet.

Die Polizei hat das Anwesen des hannoverschen Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth durchsucht. Einsatzkräfte waren mit einem Hubschauber auf dem Anwesen gelandet.

Ende Juni vergangenen Jahres hatte Hanebuth die Rockergruppe in der Landeshauptstadt ohne nähere Begründung aufgelöst. Möglicherweise wollte er damit einem Verbot durch das Innenministerium zuvorkommen, in dessen Folge auch das Vermögen der Rocker eingezogen worden wäre. Vier Wochen vor der Auflösung hatten Spezialkräfte der Polizei in einer spektakulären Aktion Hanebuths Privathaus durchsucht.

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